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2 (1913)
Entstehung
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37
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CHEMISCHES UND PHYSIKALISCHES AUS PLATON 37

Aus den genannten vier Elementen geht alles überhauptExistierende hervor, ebensowohl die Mineralien und Erze derErde wie die Leiber der Pflanzen und Tiere, oder wie die Be-standteile des ganzen Weltalls; die unendliche Mannigfaltigkeitdes Vorhandenen ist bedingt durch die verschiedenen Mischungs-verhältnisse der Elemente, durch die verschiedenen Größenihrer elementaren Dreiecke, und durch den Umfang der sichVollziehenden Verschmelzung entgegengesetzter Qualitäten,Wärme und Kälte, Trockenheit und Feuchte, usw., 1 die alsWahre Vereinigung und Vermählung anzusehen ist. 2

IV. Mineralische und pflanzliche Stoffe.

Beim Abkühlen und Erstarren des Wassers in der Erde,Wobei es durch Gesteine und Felsen gereinigt und geläutertw 'rd, entstehen, durch die Schmelzbarkeit noch ihren UrsprungVerratend, die Metalle. 3

Das Gold ist die feinste, dichteste und gleichförmigsteal 'er Substanzen, und wenn es rein ist, zeigen seine Teileweder untereinander noch dem Ganzen gegenüber irgendeineVerschiedenheit, abgesehen von ihrer größeren oder kleinerenMasse. 4 Meist aber kommt es, ebenso wie die anderen Edel-metalle und Steine, nicht rein vor, sondern in Gemenge mitsonstigen Bestandteilen, angefressen und verwittert. 5 DieWerkmeister scheiden dann erst das Geröll, die Erde unddie Steine ab, wobei das wertvolle Gold nebst dem ihm ver-wandten Silber und Kupfer und zuweilen auch Eisen zurück-bleibt; von diesen kann es nur auf feurigem Wege getrenntWerden, indem man wiederholte Schmelzungen vornimmt, undsie mit Gehaltsproben verbindet, bis zuletzt das sogenanntegediegene Gold allein übrig bleibt und sich dem Blicke dar-

1 ebd. VI, 149ff., 179; Sophist III, 548. 8 Gesetze VII, 329;

Sophist III, 5ii. s TimäusVI, 181. 4 Timäus, a. a. O.; Prota-

gons I, 457. 5 phädon IV, 536.