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2 (1913)
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CAPUT MORTUUM

mich auf, mich zur Sache zu äußern, und gibt mir durchfreundliche Zusendung der betreffenden Nummer des ge-nannten Blattes und einiger begleitender Zeilen hiervonKenntnis.

Eine eingehende Erörterung der Frage wäre nur an derHand sehr ausführlicher Darlegungen und Quellenangabenmöglich; in Kürze dürfte sie sich aber, soweit meineKenntnisse reichen, wie folgt beantworten lassen: Aus denum das 4. und 5. nachchristliche Jahrhundert zu Ägyptenin griechischer Sprache abgefaßten Schriften des Zosimos,Olympiodoros und ihrer Fachgenossen ergibt sich, alseine bei den damaligen Chemikern schon völlig befestigteTradition, die Ansicht, daß u. a. den sämtlichen Metallenein gemeinsamer, unzerstörbarer, feuerfester Urstoff zu-grunde liege, der durchWeißung",Gilbung", undähnliche individualisierende Operationen, in jedes Einzelnevon ihnen überführbar sei. Dieser Urstoff, den manz. B. durch Brennen und Verbrennen von Kupfer und Blei,durch Kalzinieren der Metalle mit Schwefel, durch Brennenund Rösten der Vitriole, durch Glühen verschiedener metall-haltiger Minerale und Erze, durch Zersetzung (Gärung",Faulung") von Metallen und Metallderivaten mit Essig,Pflanzensäften usw. zu gewinnen suchte, wurdeschwarzesPräparat",schwarzes Produkt",schwarzer Stein",voll-kommene Schwärze" benannt, und gab, wie der OrientalistG. Hoffmann schon 1884 nachwies, vermutlich der Chemieihren Namen, indemChemie" (/Vimcc, xr/fisia) nichtsanderes alsBereitung der Schwärze" bedeutet, dennschwarz" heißt auf ägyptischchemi", und nach Plu-tarch nannten die Ägypter auch dasSchwarze des Auges",die Pupille, xvfua = Chemia; diesen Namen ihrer Kunstkombinierten aber die Chemiker anscheinend auch mitdem gleichklingenden Namen des Landes Ägypten, derim Niederägyptischen, mit Beziehung auf die schwarze