CHEMISCHES AUS DEM „PAPYRUS EBERS"
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Zedernharz, Terpentinharz, 1 Pistazienharz, 2 Akan-thusharz, Sykomorenharz, 3 Styraxharz (niuben), Lo-tusharz (?),s un d Mastixharz 6 eine Rolle; sie sind fastausnahmslos fremdländischen, von Weihrauch und Myrrheabgesehen meist vorderasiatischen Ursprunges, und es ist indieser Hinsicht bemerkenswert, daß sich die öfters gebrauchteBezeichnung „Fett des Baumes" nach v. Oefele ganz ebensoauch in den Keilschrifttexten vorfindet, in denen z. B. ,,Fettdes Mastixbaumes" das Mastixharz bedeutet. 7
4. Arome, ätherische Öle. Aus der Reihe der Pflanzen,denen ein Gehalt an aromatischen Stoffen oder an ätherischenÖlen besonderen Wert verleiht, sind zu erwähnen: Kümmel,Fenchel (besbes), Dill, 8 Hornklee (foenum graecum), 9Melilotklee (chebu?), 10 Brunnenkresse, Pfefferminze,Koriander und Wacholder; letzterer, nach Woenig 11 inÄgypten nicht heimisch, kann nur aus Vorderasien eingeführtsein, und tatsächlich spricht ein Rezept von „Wacholder-beeren aus Byblos" in Phöniziern 12
Was Joachim und Lieblein unter einigem Vorbehaltemit Zwiebel übersetzen, erklärt Woenig, der hierbei an dasaus religiösen Gründen bestehende Verbot des Zwiebelgenusseserinnert, für Johannisbrot; 13 indessen haben sich Zwiebelnsehr häufig selbst in den Körperhöhlen der Mumien vor-gefunden, u. a. sogar in den Augenhöhlen der Mumie desKönigs Ramses IL 14 Auch die Übersetzung Knoblaucherscheint fragwürdig, da dieses Gewächs nach Loret vor1200 v. Chr. in Ägypten noch nicht bekannt gewesen sein soll. 15
Ob die Pflanze Gentet und der Genti-Samen tatsächlichKassia waren, unterliegt ebenfalls Zweifeln; nach Woenig
1 S. 21, 27. 2 S. 55. 3 S. 51. 4 S. 180, 114. 6 S. 34, 51.
6 S. 83, 180. ' M. M. N., Bd. 3, S. 225. 8 S. 62, 142. 9 S. 111;
er gehörte nach Woenig (S. 357) auch zu den Bestandteilen des kostbaren
Räucherwerkes Kyphi. 10 S. 164. 11 Woenig, S. 362. 12 S. 88.
13 Woenig, S. 375, 380. 14 M. M. N., Bd. 7, S. 481. 15 ebd., Bd. 4, S. 152.
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