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2 (1913)
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CHEMISCHES AUS DEMPAPYRUS EBERS"

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mitGötterkot" übersetzt, ist vielleicht auch nur eine ArtKehricht, der Abfall verschiedener Stoffe, die bei Kult-handlungen, Reinigungs-Zeremonien u. dgl., Verwendung ge-funden hatten. - UnterKrokodilerde", die Ebers als Nil-schlamm deutet, 1 sind möglicherweise die Exkremente jenerReptilien zu verstehen, über deren Verwendung zu kosme-tischen Zwecken noch Dioskurides berichtet. 2

III. Pflanzliche Stoffe.

1. Fette. Zu mehr als 80 Rezepten wird die Beigabe vonÖl vorgeschrieben, das sich zuweilen auch als reines oderweißes bezeichnet findet; außer Sesamöl und Behenöl(qebu, baq) wird besonders oft Rizinusöl verlangt, einigeMale mit dem Zusätzeaus den Früchten gepreßt . 3 Der Ri-zinusbaum (qeqi, qiqi) lieferte überhaupt zahlreiche Heilmittel,denn neben der Frucht (qesebt) und der Beere (deqm) werdenauch Blätter, Mark und Wurzelrinde verordnet. 4 DasBaumöl"dürfte wohl ebenfalls als Rizinusöl anzusehen sein; was jedochdaseingetrocknete Öl" war, dessenStücke" einer Salbe zu-gesetzt werden sollten, 5 bleibt ungewiß.

2. Kohlenhydrate. Als Versüßungsmittel dienen: haupt-sächlich (an 200mal) Honig, und zwar roher, gekochter, undgeronnener (fest gewordener?), ferner Rosinen (sa-sa),Weinbeeren, Feigen und Sy komorenfeigen (sämtlichteils frisch, teils getrocknet oder geröstet), und sehr häufigDatteln, in Form von frischen oder grünen Früchten,von Abfällen, und vonTeig oder Mehl", woruntervermutlich der zu einer Art Honig eingekochte Saft zuverstehen ist, aus dem eigene Hofbeamte, dieMacherder Dattel-Süßigkeiten", allerlei wohlschmeckende Speisenzu bereiten hatten. 6

1 S. 81. 2 s. meineAbhandl. und Vorträge", S. 61. 3 S. 26, 63.

4 z. B. S. 5, 11, 70. 5 S. 34. 6 Woenig, S. 312; Brugsch, S. 220.

v. Lippmann, Abhandi. u. Vortr. II. 2