IV. Buch. Cap. 102 (104).
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') extficeti; müssen hier wohl die Fiederblättehen sein. 2 ) S. III 62.
Achillea Mülefolium L. (Compositae), Schafgarbe. Das Kraut und das ausihm bereitete Extract sind noch heute geschätzte Mittel, auch die Blüthen findenhie und da Verwendung.
Cap. 102 (104). IIepi <I>X6jj.ot). Königskerze. Der Phlomos[Einige nennen ihn Phlonos, die Römer Verbasclum 1 ), auch Feminalis]hat in der Hauptsache zwei Arten: die eine nämlich ist weiss, die andereschwarz; von der weissen gibt es dann eine weibliche und eine männ-liche. Die Blätter der weiblichen nun sind dem Kohl ähnlich, aber vielrauher, breiter und weiss. Der Stengel ist eine Elle hoch und höher,weiss und etwas rauh, die Blüthen sind weiss oder etwas blassgelblich,die Samen schwarz. Die Wurzel ist lang, herbe, fingerdick. Er wächstim flachen Lande. Der männlich genannte hat weisse längliche Blätter,sie sind schmaler, auch ist der Stengel zarter, der schwarze ist denweissen Arten in Allem ähnlich, doch sind die Blätter breiter und dunkler.
Es gibt auch einen sogen, wilden mit langen und baumartigen(holzigen) Zweigen und salbeiähnlichen Blättern; er hat Ringe um dieZweige wie der Andorn und eine gelbe goldige Blüthe.
Ferner gibt es zwei rauhe, an der Erde haftende Arten Phlomismit runden Blättern und noch eine dritte, die sogen. Lychnitis 2 ), vonEinigen auch Thryallis 3 ) genannt, sie hat drei bis vier oder auch mehrdicke, fette, rauhe Blätter, welche als Lampendocht gebraucht werden.
Die Wurzel der beiden erstgenannten Arten ist adstringirend; des-halb wird sie den an Durchfall Leidenden in der Grösse eines Würfelsmit Wein vortheilhaft zu trinken gegeben. Die Abkochung derselben hilftbei inneren Rupturen, Krämpfen, Quetschungen und chronischem Husten;als Mundspülwasser lindert sie Zahnschmerzen; die mit goldfarbiger Blüthefärbt die Haare und zieht, wohin sie gelegt wird, die Schaben an 4 ). DieBlätter in Wasser gekocht, dienen als Kataplasma gegen Oedeme undAugenentzündüngen und mit Honig oder Wein gegen brandige Geschwüre.Mit Essig heilen sie Wunden und helfen auch gegen Skorpionsbisse. DieBlätter der wilden Art werden als Umschlag bei Verbrennungen gebraucht;die Blätter der weiblichen sollen zwischen trockene Feigen gelegt die-selben vor Fäulniss schützen.
') Verbascum. 2 ) Zum Leuchten dienend. 3 ) Docht. 4 ) Daher heisst „die demVerbascum ähnliche Pflanze" bei Plinius XXV 108 auch Blattaria.
Flückiger (Pharmakogn. S. 790) berichtet, dass zur Zeit des Mittelalters(in Alphita Oxoniensis — Alphita, eine Liste von Drogen und pharmaceutischenPräparaten — dem von Mowat 1887 in Oxford veröffentlichten Glossarium) dieBlätter von Verbascum Herba Luminaria liiessen.
Die Beschreibung der Pflanzen bei Plinius XXV 120 entstammt derselben Quelle.
D. unterscheidet zwei Hauptarten, die weisse und schwarze, als Unterartender weissen den weiblichen und männlichen Phlomos. Der weibliche ist Verbascum