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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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Die Arzneimittellehre des Dioskurides.

plicatum Sibth. (Scrophulariaceae), Gefaltete Königskerze, der männlicheVerbascum Ihapsus L., Gemeine Königskerze. Sprengel bezeichnet geradeumgekehrt; Fr aas dagegen schliesst sich der Bestimmung Sibth orp's an, undzwar 1. weil die Beschreibung des weissen weiblichen Phlomos bei D. am besten aufVerbascum plicatum passt, 2. weil dieses vorzugsweise gebraucht wird, und 3. weiles in Griechenland am meisten und zwar in der Ebene vorkommt, während Ver-bascum Thapsus den Gebirgen angehört. Der schwarze Phlomos ist Verbascum sinu-atum L., »Xöjio? jiiXacva des Theophrast (Hist. pl. IX 2, 3). Sprengel undKosteletzky ziehen Verb, nigrum L. hierher, dieses kommt aber in Griechenlandnicht vor; wenn es also D. wirklich bekannt gewesen wäre als Pflanze Italiens, sokonnte es Theophrast nicht kennen, er zieht aber tpX. jjiXaiva zum Vergleich heran.

Die sogen, wilde Art ist Phlomis fruticosa L. (Labiatae), Todtenstrauch.Endlich die drei Phlomis-Arten. Die beiden ersten sind nicht mit Sicherheit bestimmt,Sprengel zieht Phlomis samia L. und Phlomis lunaria Sibth. hierher, die Lychnitishält er für Phlomis Lychnitis, Fr aas dagegen für Phlomis limnense im nördlichenEuböa bei der Stadt Limni. Die rosettenförmigen Blätter sind langgestielt, an derSpitze abgerundet, ganzrandig, gesägt, unterseits dicht wollig, am Grunde mit zartenWollhaaren besetzt. Die Blüthe ist gelb mit violetten Staubfäden.

Die heutigen Arzneibücher haben nur noch die gelben Blüthen der Königs-kerze als Brust- oder Hustenmittel.

Cap. 103 (105). XIspi AiaHorciSo?. Aitliiopis. Auch dieAithiopis hat denen der Königskerze ähnliche, sehr rauhe und dichte,kreisförmig um den Wurzelkopf gestellte Blätter, einen vierkantigen,rauhen Stengel wie die Melisse oder das Arktion mit vielen Achseltrieben.Die Frucht hat etwa die Grösse einer Erbse, zwei zusammen in einemGehäuse. Die zahlreichen, vom selben Wurzelkopf ausgehenden Wurzelnsind lang, dick und haben schleimigen Geschmack, beim Trocknen werdensie schwarz und hart, hornartig. Sie wächst am meisten in Messenienund am Ida. Ihre Wurzel gekocht und getrunken hilft bei Ischias, Brust-fellentzündung, Blutspeien und Rauheit der Luftröhre. Sie wird mit Honigals Leckmittel genommen.

Salvia Aethiopis L. (Labiatae), Filzblätteriger Salbei. In Südeuropaauf Schutthaufen und an wüsten Plätzen.

Cap. 104 (106). üspi 'ApXTtoo. Arktion. Das ArktionEinige nennen es Arkturos hat gleichfalls denen der Königskerze ähn-liche Blätter, aber rauher und runder, eine zarte, süsse, weisse Wurzel,einen weichen, grossen Stengel und eine dem kleinen Cuminum 1 ) ähn-liche Frucht. Seine Wurzel und Frucht, in Wein gekocht, haben dieKraft, als Mundwasser Zahnschmerzen zu lindern, als Bähmittel dienensie bei Verbrennungen und Frostbeulen. Sie werden aber auch in Weingetrunken gegen Ischias und Harnverhaltung.

*) Gemeint ist vermuthlich das xujiivov a-fpiov III, 62.

Die älteren Botaniker sind sich über diese Pflanze nicht einig. Sibthorpzieht Conyza Candida hierher, eine Composite, welche sich aber der Beschreibung des