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BACON VON VERULAM
K. Fischer, Kirchmann, Liebig, Macaulay, I. de Maistre,Montagu, u. s. f.; doch war bei einigen unter diesen dasUrteil durch Haß oder Liebe arg getrübt, und was die Natur-forschung betrifft, so fehlte es ihnen fast allen an eigenem zu-reichenden Verständnisse, während Liebig wieder sich nur aufwenige, zwar sehr charakteristische, aber den gesamten Sach-verhalt keineswegs erschöpfende Einzelheiten beschränkte.
Francis Bacon wurde am 22. Januar 1561 geboren, alsSohn des Nicolas Bacon, des Oroßsiegelbewahrers der KöniginElisabeth, und seiner Gemahlin Anna, einer hochgebildetenTochter des durch Gelehrsamkeit und Frömmigkeit gleich be-rühmten Cookschen Hauses; als Kind soll er zart, fast kränklichgewesen sein, dabei von großer Wißbegier und Beobachtungs-gabe, so daß seine Frühreife zuweilen die Königin belustigte,die ihn scherzend ihren kleinen Siegelbewahrer nannte; dasEcho und die Kunst des Taschenspieles werden unter denGegenständen aufgeführt, die zuerst die Aufmerksamkeit desKnaben fesselten. Von seinem zwölften Jahre ab studierte er aufdem Trinity-College zu Cambridge, und zwar, wie bezeugt wird,mit großem Fleiße; er verließ es in seinem fünfzehnten Jahre,tief abgestoßen von Form und Inhalt der daselbst noch allein-herrschenden scholastischen Lehrmethode, jedoch schwerlichschon, wie einige behaupten wollen, erfüllt vom Geiste seinerspäteren größeren Werke. Sein Vater sandte ihn zunächst imGefolge des englischen Gesandten, Sir Paulet, nach Frank-reich, dessen politische Verhältnisse unter dem schwachen Hein-rich III. damals die denkbar traurigsten und zerrissensten waren;Bacon lernte daselbst die französische Literatur näher kennenund empfing namentlich von Montaignes Werken tiefe Ein-drücke, ferner beschäftigte er sich mit Statistik und Finanzkunst,mit den Geheimnissen der Diplomatie und ihrer Chiffernschrift,