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[1] (1906)
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340
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340 HERKUNFT U. ROLLE DER PFLANZL. ASCHENBESTANDTEILE

der große Reformator der Landwirtschaft aufzutreten, währendWiegmann und Polstorff (1842) die schon 1800 von derBerliner Akademie aufgestellte und 1841 von der OöttingerAkademie wieder aufgenommene Preisfrage über Ursprung undBedeutung der mineralischen Bestandteile der Pflanzen einerendgültigen wissenschaftlichen Lösung zuführten.

In der gründlichen historischen Darstellung bei A. Mayer,sowie auch in mehreren anderen mir bekannten Handbüchern,wird aber der erstaunlich geläuterten Vorstellungen einesForschers nicht gedacht, auf die ich mir gestatten möchte, dieAufmerksamkeit zu lenken, nämlich der »Erklärung über diePflanzenstoffe", die Berthollet in seinem klassischenEssaide statique chimique" (Paris 1803) im Anhange zum zweitenBande gibt. Da in diesem Werke niemand so leicht derleiBemerkungen suchen wird, so scheint es leicht erklärlich, daßdie daselbst niedergelegten Ansichten zumeist in Vergessenheitgerieten.

Berthollet bespricht zunächst die Beobachtungen über diein den Pflanzen enthaltenen Erden von Saussure, Senebier,und Bergman, zieht aber aus ihnen ganz andere Schlüsse, alsdiese Forscher selbst. Er erklärt es für gewiß, daß die Bitter-,Alaun- und Kieselerde keine Erzeugnisse einer pflanzlichenLebenskraft seien, sondern dem Erdboden entstammten, undaus diesem von den Gewächsen aufgenommen würden; auchdie Kalkerde sei ein Fremdling in der Pflanze, desgleichen dasEisen und Mangan, das man zuweilen beim Veraschen vorfinde.

Einmal in die Pflanze eingeführt, mögen sich die Erdenin ihr verteilen und an den organischen Funktionen Anteilnehmen. Erden, die hierbei nur geringe Affinitäten entfalten,werden leicht wieder ausgeschieden, z. B. die Kieselsäure inkristallinischer Form als sogenannter Tabaschir, sowie als Be-standteil der harten Außenrinde von Gräsern und Binsen.

Auch Salze mineralischer Säuren gehen schon als solchein die Pflanze ein; so z. B. enthalten gewisse Strandpflanzen