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[1] (1906)
Entstehung
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333
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ZUR GESCHICHTE DES DIABETISCHEN ZUCKERS 333

aus Büchern, die in letzter Linie natürlich auf die nämlichenQuellen zurückgehen, Oesammelten, jedoch nicht alles, z. B.nichts über die wichtigen Stellen bei dem Indier Susruta;dagegen läßt sich aus Seite 39 ersehen, daß die Quelle der mirvon F. A. Flückiger über die Berichte des anglo-indischenArztes Christie gemachten Mitteilung (die ich nicht anzugebenvermochte) aller Wahrscheinlichkeit nach Hirschs »Historisch-Geographische Pathologie" ist.

Was das von Christie erwähnte indischeYoga-Ratnä-kara" betrifft, so habe ich über dieses Buch, wie auch überandere indische Werke medizinischen Inhaltes neue Belehrungin J. JollysIndischer Medizin" 1 gefunden, auf die michProfessor Dr. Zachariae-Halle in dankenswerter Weise auf-merksam machte. Wenn nämlich ChristiesYoga-Ratnäkara"mit dem in Indien recht verbreiteten Werke des gleichenNamens identisch ist, so steht fest, daß es von einem bisherunbekannten Autor aus der Zeit zwischen 1535 und 1746herrührt, wobei aber allerdings nur die jetzt vorliegendeFassung in Frage kommt, während über das Vorhandenseinälterer Bestandteile und vollends über deren Datierung einbestimmtes Urteil (wie in den meisten Fällen dieser Art)vorerst nicht möglich ist. Aus dem Yoga-Ratnäkara läßt sichalso nicht beweisen, daß die Indier des 11. oder 12. Jahr-hundertes den Diabetes schon kannten; hingegen wurden inneuerer Zeit Quellen aufgedeckt, aus denen hervorgeht, daßdie Indier schon in einer viel früheren Periode, als derbisher angenommenen, mit dieser Krankheit vertraut waren;unter den zum Teil auch bei Susruta vorkommenden NamenIksu-Meha, Iksurasam, Kandeksurasam" (= Zuckerharn, Zucker-rohrsaftharn) undMadhumeha, Ksaudrameha" (= Honigharn),die aufmeha" (= Harn, vonmih" = harnen, siehe lateinischmingere, griechisch p-ix. £ ^ v ) zurückgehen, wird sie nämlich schon

1 Straßburg 1901, Teil des großen Bühler'schenGrundrisses", S. 2,12, 14, 83 ff.