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[1] (1906)
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305
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EINIGE WORTE ZUM ANDENKEN ACHARD'S 305

Lebensweges Achards offenliegt. Aus seinen Briefen ündEingaben, aus privaten Berichten und amtlichen Aktenstücken,endlich aus den Erzählungen aller seiner Zeit- und Berufs-genossen, leuchten in ungemindertem Glänze bis in die letztenTage seines Erdenwallens die vier Kardinaltugenden hervor:Fleiß, Wahrheitsliebe, Patriotismus, und Selbstlosigkeit; war dochnoch 1811 der, durch die Auseinandersetzung mit dem Fiskusdem finanziellen Untergange verfallene Mann nicht zu bewegen,von Schmelzer, dem seitens der französischen Regierung inTrier zwecks Studiums der Rübenzuckerfabrikation nach Cunerngesandten Bevollmächtigten, auch nur einen Pfennig für Be-herbergung und Verpflegung in seinem Hause anzunehmen, sodaß Schmelzer, wie aus den noch erhaltenen Rechnungenhervorgeht, 1 ihm und seinen drei Kindern von Breslau auszwei Strohhüte, ein Messer, und ein Buch im Gesamtwerte von19 Talern 17 Groschen sandte, um seine Erkenntlichkeit inirgend einer Form zu beweisen!

"Aus heißer Liebe für das preußische Vaterlandbin ich bemüht, einen neuen Zweig europäischer Industrie zuschaffen", so äußert sich Achard 1799 in seiner SchriftAusführliche Beschreibung der Kultur der Runkelrübe". Mögedas Vaterland, möge die Zuckerfabrikation, die Achard ihrDasein schuldet, in gleicher Liebe des seltenen Mannes ge-denken! So lange die Industrie sein Vorbild vor Augen hat,sein Beispiel in Ehren hält, kann es ihr an einer Zukunftnicht fehlen.

1 Siehe Bittmann's Schrift, S. 113.

v. Lippmann, Beiträge

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