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[1] (1906)
Entstehung
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304
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304 EINIGE WORTE ZUM ANDENKEN ACHARD'S

der "Anonymität wurde nämlich Achard 1800 erst eine Summevon 50000, und dann 1802 eine solche von 200000 Talerngeboten, falls er bereit sei, in einer neu herauszugebendenSchrift einzugestehen, daß ihn sein Enthusiasmus irreführte, daßdie Versuche im Großen seine früheren Erfahrungen als nichtigerwiesen, und daß er zur schmerzlichen Überzeugung gelangtsei, der Rübenzucker könne niemals den Rohrzucker ersetzen.Der Charakter und die Denkart des Autors hießen ihn dieseso vorteilhaften Anerbietungen abweisen."

Hier haben wir also einen von Achard selbst stammendenBericht über den Hergang des sogenannten Bestechungsver-suches. Sollte aber jemand argwöhnen, daß Copin, weil erAchards Worte nur in indirekter Rede wiedergibt, bloß einevon ihm selbst erfundene Erzählung eingeschaltet habe, so läßtsich auch diese Vermutung leicht widerlegen. Erstens nämlichkannte Achard die Übersetzung Copins, und sandte ihm fürderen zweite Auflage Zusätze und eine fünfte Tafel Zeich-nungen; 1 es ist also undenkbar, daß er einen, ihm fälschlichuntergeschobenen Brief unbeanstandet gelassen hätte. Zweitensaber steht Copin dem, von ihm selbst erstatteten Berichtekeineswegs unkritisch gegenüber, fährt vielmehr fort:Ichglaube Herrn Achards Worten ohne weiteres, wollte er aberder amtlichen Formalität genügende Beweise für diese Angabenbeibringen, so wäre seine mit Recht hochgeschätzte Uneigen-nützigkeit des höchsten Lobes wert, ja es möchte ihm nochmehr als nur dieses gebühren."

Man mag aus dem angeführten Nachsatze immerhin einegewisse Befürchtung Copins herauslesen, auf den Unglaubenseiner Landsleute zu stoßen, und wird diese einem Autor nichtverübeln dürfen, der doch selbst Achard nur seinem trefflichenRufe, sowie flüchtiger Korrespondenz nach schätzen gelernthatte. Kein Grund aber, an Achards Wort zu zweifeln, be-steht für uns, denen heute der größte Teil des dornenvollen

1 Siehe deren Vorrede S. 22, sowie S. 32 der Schrift selbst.