ALRAUN UND SCHWARZER HUND
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Hermes und des indischen Agni hinweist. Der feurige Trankgilt dementsprechend entweder für den Saft eines himmlischenBaumes oder für das Produkt einer quirlenden Mischung himm-lischer Kräfte, und wird durch einen Vogel zur Erde gebracht,oder durch einen Gott in Vogelgestalt geraubt, - ein Mythus,als dessen letzter Rest die Entführung des MundschenkenGanymed durch den in einen Adler verwandelten Zeus er-scheint. Mit dem Verfahren bei der Feuerentzündung vergleichtendlich die naive Anschauung das bei der Zeugung, bildet sodie Entstehung des Blitzes zur Erzeugung einer Gottheit um,die zur Erde herabsteigt und dort der Stammvater des mensch-lichen Geschlechtes wird, und betrachtet umgekehrt den Zeug-ungsakt als Erweckung des himmlischen Feuerfunkens der Seele;auch als Bringer dieser den Körper belebenden Seele wird einVogel gedacht (und zwar besonders ein roter, d. h. feuergleicher,z. B. der Rotspecht oder der rotbeinige Storch), daher denn auchnach dem Tode die Seele in Vogelgestalt wieder gen Himmelentschwebt.
Da das Feuer auf Erden aus Holz wieder hervorgelocktwerden muß, wird der herabgefahrene Blitz in einen Baum-stamm verwandelt gedacht, und zwar, weil der Blitz als Drei-zack vorgestellt wird, vorwiegend in einen solchen mit drei-gespitzten oder dreilappigen Blättern, z. B. in einen Eschen- oderEichenstamm; der Vogel, der das Feuer herabbringt, verwandeltsich gleichfalls in eine Pflanze, und zwar hauptsächlich in einesolche mit gefiederten Zweigen oder Blättern, z. B. in eineEibe oder eine Eberesche (Vogelbeere), deren rote Früchte denfeurigen Ursprung verraten. Aus Baumsäften, unter anderem ausEschensaft, wurde aber auch der gärende feurige Trank derVorzeit bereitet, und Bäume mit roten Blüten oder Früchtenund rotgefärbten Rinden oder Hölzern gelten vorzugsweise fürgeeignet zur Saftentnahme. Den Bäumen, besonders der Esche,läßt endlich die Sage auch die ersten Menschen entspringen,und noch heute sprechen wir daher von „Stamm" und „Stamm-