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[1] (1906)
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ALRAUN UND SCHWARZER HUND

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Bei einem Besuche des Nürnberger Germanischen Museumsbemerkte ich nun in einem der oberen Säle, der alchemistische,astrologische Instrumente und dergl. enthält, eine an der Längs-wand hängende mittelalterliche Zeichnung, auf die, wie ichgelegentlich meiner späteren Studien ersah, zuerst wohl Peters 1aufmerksam gemacht hat, und die gleich beim ersten Anblicke

ein gewisses Licht auf die oben angeführten rätselhaftenZeilen wirft.

Wir sehen einen kräftigen Hund mit Anstrengung bemüht,die Alraunwurzel, an die er mit einem Stricke angebunden ist,aus dem Boden herauszuziehen, während sein Herr erwartungs-voll daneben steht und in ein mächtiges Horn stößt. Wieaber ist hinwiederum der Sinn dieser Zeichnung aufzufassenund wie ihre innere Bedeutung auszulegen? Auf diese Fragen

1Aus pharmazeutischer Vorzeit" (Berlin 1886; I, S. 181).