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[1] (1906)
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87
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CHEMISCHE KENNTNISSE VOR TAUSEND JAHREN 87

Anhydrid gibt aber Mansur eine der ältesten, wenn nicht dieälteste bisher aufgefundene Nachricht.

Antimon ist ein Stoff von dunkler Farbe, der aber aufden Schnittflächen schön metallisch glänzt. Bekanntlich war, wieprähistorische Funde beweisen, die Darstellung dieses Metallessowie mancher seiner Legierungen, z. B. der sogenannten Antimon-bronzen, entgegen der meist herrschenden Ansicht, schon vor-geschichtlichen Zeiten geläufig, und sein Sulfid diente in Indienund Ägypten schon vor Jahrtausenden als Schminke und zumMalen der Augenbrauen, wurde aber bereits damals (wie dieAnalysen in Ägypten aufgefundener Reste beweisen) teilweisedurch Bleisufid ersetzt.

4. Das Eisen wird in den verschiedensten Formen benützt,deren einige sehr weich, andere außerordentlich hart sind; diegeringste Härte kommt aber dem ganz reinen Eisen zu. Glühendin Wasser abgelöscht erlangt es besondere Kräfte, und erteiltdiese auch dem Wasser selbst; ähnlich verhält es sich beimAblöschen in Milch oder Essig, und beim längeren Liegen indiesen Flüssigkeiten. Sehr heilsame Eigenschaften entfaltet auchder Roteisenstein (Hämatit), - dessen Farbe ihn als in be-sonderen sympathetischen Beziehungen zum Blute stehenderscheinen ließ , ferner der Magnetstein, der sogar dazu dienenkann, verschluckte Eisenteile aus dem Körper auszuziehen undunschädlich zu machen, und endlich das MineralMärqaschita",das jedenfalls unserem Markasit seinen Namen gegeben hat,und als Eisenkies (Pyrit, Strahlstein) anzusprechen ist, - obwohlman zuweilen auch den glänzenden, als Malerfarbe und Arzneibenutzten Lasurstein (Lapis lazuli) darunter verstand.

Die Tonerde findet sich als weiße feste Masse vor, undwird wegen ihrer großen Härte auch als Schmirgel verwendet;aus Ton brennt man vielerlei Gefäße, die man, ebenso wie diegläsernen, prächtig zu färben und auch zu glasieren versteht.Die schönste, haltbarste und gesündeste Glasur ist die blaue(als deren wesentlichen Bestandteil neuere Analysen ein Kupfer-,