von einer Akazie, besitzt kühlende, adstringierende und klebendeKraft, und dient u. a. zum Verfälschen von Weihrauch undvon Myrrhe; 1 ähnliche Gummiarten liefern die Kirschbäume, 2Pflaumenbäume 8 und Mandelbäume, 4 aber auch die Wurzelnmancher Pflanzen, z. B. des Traganthstrauches: der Traganth-gummi ist eine lockere, weiße, feine, klebende Masse von süß-lichem Oeschmack und ein wertvolles Heilmittel bei Katarrhenund Augenleiden. 5
Stoffe, die teils den Gummiarten, teils den Harzen nahe-stehen, — heute zumeist den Gummiharzen zugerechnet —,sind Myrrhe," Styrax, 7 Bdellion, 8 Weihrauch, 9 Galbanum, 10 Scam-monia, 11 Ammoniakharz, d. i. »der verhärtete Saft eines bei derOase Ammon wachsenden Krautes" 12 , und viele andere.
VIII. Farbstoffe.
Organische Farbstoffe bespricht Dioskorides, seinervorwiegend botanischen und pharmakologischen Tendenz ge-mäß, meist nur nebenbei: Die Säfte der Nußschalen, der Myrten-beeren, gewisser Rubus-Arten und anderer gerbstoffhaltigerPflanzen dienen zum Schwarzfärben, z. B. der Haare. 13 RoteFarbstoffe sind die der Anchusa, d. i. Alkanna, 14 des Krapps, 15des Kermes 16 und mancher Algen und Tange; 17 von letzteren,sowie auch vom Safflor, 18 wird nicht besonders erwähnt, daßdie Färber sie gebrauchen. Zum Blaufärben benutzt man denWaid, 19 sowie das kostbare Indikon, d. i. Indigo, der auf-fälligerweise unter den Mineralien beschrieben wird, 20 obwohles von ihm heißt, er entstehe als eine Ausschwitzung indischerRohrstengel; beim Auskochen in den kupfernen Kesseln schwimmter als ein purpurner Schaum obenauf, wird abgeschöpft und
1 1, 133; 3, 20; 1, 77 u. 81. 2 1, 157. 3 1, 174. 4 1, 176.
5 3, 20; 4, 121. 6 1, 77. 7 1, 79. 8 1, 80. 9 1, 18. 10 3, 87.
11 4, 168. 12 2, 26; 3, 88; 3, 48 u. 87. 13 1, 178; 5, 36; 4, 37.
14 4, 23 u. 24; 2, 98; 1, 124 u. 65. 16 3, 150. 16 4, 48. 17 4, 98.
i8 4, 187.; 2, 53; 3, 6; 1, 44. 19 2, 215. 20 5, 107.
68 DIE CHEMISCHEN KENNTNISSE DES DIOSKORIDES