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[1] (1906)
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46 DIE CHEMISCHEN KENNTNISSE DES PLINIUS

Medizin; ob er dessen Eigenschaft, in der Wärme zu gerinnen,gekannt hat, ist fraglich, mindestens wird ihrer nirgends be-sondere Erwähnung getan, obwohl ein Übersehen auch wiederkaum möglich erscheint.

Die Galle ist ein Auswurf des Blutes und dessen ver-dorbenster und schlechtester Teil; merkwürdig ist es, daß Esel,Pferde, Hirsche, Ziegen, Eber, Maultiere, Kamele und Delphinestets, Menschen und Schafe zuweilen keine Galle besitzen. Aus-gezeichnet ist die Galle durch ihre dunkelglänzende Farbe undihre entsetzliche Bitterkeit. 1

Ähnliche Bitterstoffe bringen aber auch zahlreiche Pflanzenhervor und erhalten durch sie heilsame Kräfte. Die wichtigstensind: Absinth, 2 Achillea, 3 Anemone, 1 Centaurium, 5 Coloquinte, 8Enzian, 7 Ingwer, 8 Kalmus, 9 Lupine, 10 Meerzwiebel, 11 Poly-gala, 12 Quinquefolium, i:i Rhabarber, 14 Wermut, 15 Ysop 1G u. s. f.Einen außerordentlich bitteren, beißenden, ätzenden Stoff, derein heftiges Gift ist, jedoch in der Medizin angewandt wird,enthalten auch die Canthariden, gewisse Käfer, die aus jenenWürmern hervorgehen, die sich aus den Auswüchsen der Feigen,Birnen, Fichten, Disteln, Eschen und Rosen bilden. 17

1 11, 74. 2 27, 28; 26, 76. 3 26, 90. 4 27, 85. 6 25, 30;

31, 79. G 20, 8, 7 25, 34, 55; 26, 18, 85. 8 21, 70; 13, 9;

12, 14. 9 29, 13. 10 18, 36. 11 19, 30; 20, 26. 12 27, 96. 1,1 25, 62;

26, 76. 14 27, 105. 15 22, 71; 26, 90. 10 26, 76. 17 11, 41; 29, 30.