DIE CHEMISCHEN KENNTNISSE DES PLIN1US 13
hat sehr ätzende Eigenschaften. 1 (Gemeint ist das kohlensaure^ a 'ium, die Pottasche.)
Eine Art Nitrum tritt auch als Auswitterung an feuchtenMauern auf; 2 es wird vielfach in der Medizin gebraucht 3 undls t ein wirksamer und treibender Dünger für zahlreiche Pflanzen,z - B. für Rettige. 4
Kochsalz (d. i. Chlornatrium) scheidet sich aus dem Wassermancher Seen, sowie beim Verdunsten des Meerwassers in denSalzgärten ab, ist meist pulverig, selten kristallisiert. In großen,w asserhellen, durchsichtigen, leicht spaltbaren Massen, Stein-blöcken gleichend und daher Steinsalz genannt, findet es sichIn der Erde, woselbst es durch Verdichtung der Feuchtigkeite ntsteht; in den Gruben ist es sehr leicht, an die Luft gebrachter langt es aber eine kaum glaubliche größere Schwere, offen-bar weil die feuchte Grubenluft in der Tiefe sein Gewichte benso vermindert, wie das Wasser jenes der darin schwimmen-^ etl Gegenstände. Salz wird auch aus Salzsole gesotten, diertlan aus Brunnen pumpt, und zwar ist das mit Eichenholz§ e sottene Salz das beste, weil die Asche jenes Holzes auch demSalze große Kraft verleiht; 5 manche Salzsolen enthalten ein°üges Bitumen, das beim Eindampfen der rohen Salzlaugee mporsteigt und auf der Oberfläche schwimmt. 0 Gallier undGermanen, die die Kunst des Salzsiedens nicht verstehen, be-bten Salz, indem sie Salzwasser auf brennendes Holz gießen,xv °bei das Wasser verdampft. 7 Das Salz ist desto besser undWohlschmeckender, je reiner und weißer es ist; manches istglashell und spiegelglänzend, anderes gelblich, rot oder braun-r °t; einiges knistert im Feuer, anderes beim Auflösen im Wasser; 8merkwürdigerweise vermögen selbst vier Teile Wasser nichteinen Teil Salz vollkommen aufzulösen. 9 Salz findet sich auchln Pflanzen, z. B. in Futterkräutern, und zwar selbst da, wo derBoden nichts davon enthält. 10 Das Salz des Meerwassers stammt
t 1 20, 35. 2 20, 26; 22, 30; 30, 41. 3 35, 50; 24, 38. 4 19, 26.° 31, 39, 40. « 31, 39. ' 31, 39. 8 31, 41. 9 31, 34. 10 11, 97.