DIE CHEMISCHEN KENNTNISSE DES PLINIUS
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di e schon einmal angebrannt, dann aber wieder ausgelöscht^ar. 1 Durch Verbrennen von Harz oder Pech, und Nieder-Sc hlagen des Rauches in großen Kammern, gewinnt man einesehr feine Kohle, die Ruß heißt, mit Leim versetzt als Anstrich-farbe, mit Gummi gemischt als Tinte dient, und auch aus Hefe,Weintrestern, Elfenbein, Dattelkernen und dergl. erhalten wird,ar n besten aber durch Verbrennen von Sesamöl mittels einesPapierenen Dochtes und Sammeln der Schwärze mit einer Feder; 2d ie aus Dattelkernen und ähnlichen Substanzen gewonneneSchwärze heißt auch Spodium. 3
Ob die „Steine, die mit Fett bestrichen verbrennen", viel-leicht Braun- oder Steinkohlen waren, muß dahingestelltbleiben. 4
Den Diamanten kennt Plinius, 5 natürlich ohne zu wissen,daß er kristallisierter Kohlenstoff ist: Der indische Diamant istder schönste und wertvollste aller Edelsteine; er ist der härtestealler Körper, widersteht dem Feuer derart, daß er überhauptnicht erhitzt werden kann, und ist von den merkwürdigstenKräften erfüllt: er hindert den Magneten, das Eisen anzuziehen,kann durch keinerlei mechanische Gewalt zerstoßen oder zer-schlagen werden, zerspringt aber augenblicklich, wenn man ihnmit frischem und noch heißem Bocksblute berührt.
Die Kohlensäure als solche kennt Plinius nicht, wohlaber viele ihrer Wirkungen. Eine erstickende Luft findet sichin vielen Gruben und Höhlen; auch in tiefen Brunnen wirktdie Luft, eben wegen der großen Tiefe, nachteilig, ja verderb-lich, was man daran erkennen kann, daß brennende Lampenin ihr verlöschen." Gewisse heiße und kalte Sauerwasser be-sitzen eine derartige Stärke, daß sie, unmäßig getrunken, wieWein zu Kopf steigen. 7 Die Weinhefe ist von einer Kraft er-füllt, die Leute, die in die Weinfässer hineinsteigen, zu tötenvermag; ein brennendes Licht zeigt Gefahr an, solange es, ins
1 16, 8; 33, 30; 36, 68. 2 35, 25; 23, 51; 28, 47. 3 28, 47.4 2 - Hl- 6 20, 1; 37, 15. 6 31, 18. ' 31, 5, 13.