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DIE CHEMISCHEN KENNTNISSE DES PL1NIUS
sehr festen und harten Rinde, die aber sogleich abfällt, wennman in ihnen Kohlköpfe sieden läßt. 1
II. Nichtmetalle.
1. Schwefel.
Der Schwefel findet sich eingesprengt und als Anflug anGesteinen, aber auch gediegen, und zwar teils in schönen,grünlichen durchsichtigen Kristallen, teils in dunkler gefärbtenKlumpen, die aus Schachten gegraben, durch Feuer geläutertund durch Schmelzen gereinigt werden; 2 bei starkem Erhitzengerät er ins Kochen und entzündet sich, da er sehr leichtbrennbar ist. 8 Sein Dunst (d. i. die schweflige Säure), der sichauch in heißen Quellen, sowie im Qualme des Blitzes vorfindet,ist von heftigem Geruch und von so großer Kraft, daß er z. B.bei Fallsüchtigen sofort den Ausbruch ihrer Krankheit veranlaßt;er dient zum Konservieren des Weines, zum Räuchern derWolle, der er Glanz und Zartheit verleiht, zum Reinigen undBleichen des Linnens, der Wolle und der Kleider, und zumZerstören der unechten Farbstoffe. 4 Des Schwefels bedienensich auch die Walker; ferner bestreicht man mit ihm die Lampen-dochte, um sie leichter brennbar zu machen; der Schwefel, be-sonders der „natürliche" (kristallinische?), besitzt für sich, mitKalk zusammengeschmolzen, sowie in Verbindung mit vielenanderen Stoffen, große Heilkräfte, namentlich vertreibt er Flechtenund Aussätze aller Art, 5 so daß seine medizinische Verwendungeine höchst ausgebreitete ist.
2. Kohlenstoff.
Durch langsames Verkohlen des Holzes in großen Meilernstellen die Köhler Holzkohle dar, die für viele Handwerkeund Verrichtungen unentbehrlich ist; angezündet, verbrennt siemit starker Flamme, und zwar ist jene Kohle die wirksamste,
1 20, 36; 31, 22. 2 18, 29, 35, 50. 3 17, 47; 35, 50. 4 35, 50;14, 25; 35, 57. 6 35, 50; 22, 58; 26, 74.