Druckschrift 
[1] (1906)
Entstehung
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Erste Abteilung

1

DIE CHEMISCHEN KENNTNISSE DES PLINIUS 1

on den zahlreichen Werken, die Plinius bei seinemgelegentlich der Beobachtung des Vesuv-Ausbruchesim Jahre 79 n. Chr. erfolgten Tode hinterließ, ist derNachwelt nur dieNaturgeschichte" erhalten ge-blieben, über die schon der jüngere Plinius sich mit denWorten ausspricht:Diese Schrift meines Oheims ist voll In-haltsschwere und Gelehrsamkeit, dabei nicht minder mannig-faltig als die Natur selbst." In 37 Büchern, deren einzelne'nehr als hundert, und zum Teil sehr ausführliche Kapitel um-fassen, hat Plinius, gestützt auf die Werke von 516, meistSe 'ther verloren gegangenen Quellenschriftstellern, eine encyklo-Padische Darstellung des naturhistorischen Oesamtwissens seinerZeit zu geben versucht, die sich jedoch keineswegs streng an^ en Titel hält, vielmehr in zahlreichen Abschweifungen, die"brigens inhaltlich häufig von größtem Werte sind, überjesen hinausgeht. Die unendliche Fülle des zu behandelnden°nes hat es dem Verfasser begreiflicherweise unmöglich ge-m acht, mehr als einzelne Teile auf Orund eigener KenntnisseUn d Anschauungen zu überblicken; obwohl er sich nun stetsbemüht zeigt, das selbst Gesehene und das nur von AnderenBerichtete auseinander zu halten, und häufig selbst auf Wider-

bu ' ^ es ' ;sc ' lr '^ der «Naturforschenden Gesellschaft des Osterendes", Alten-r g 1892; im Auszuge vorgetragen auf der Hauptversammlung desVereines'-Utscher Chemiker" 1893 (s.Zeitschrift für angewandte Chemie", 1893, S. 383).v ' Lippmann, Beiträge. 1