Weißwurz. 2l5
bis zur Hälfte einkochen und nimmt dieses Mittel löffel-weise. Zum Zwecke einer Frühlings- oder Blutreini-gungskur preßt man den Milchsast aus der frischenWurzel und gießt davon 3—4 Löffel voll in 1 TasseMilch oder in l Tasse schwacher Fleischbrühe. Beilängerer Fortsetzung wird sich das Blut nicht nurreinigen, sondern es werden sich auch Leberleiden, Hä-morrhoiden zc. zc. schnell heben. Ein aus den blauenBlumen gebranntes Wasser stärkt die Augen und be-freit sie von vielen Leiden, wenn man sie mit diesemWasser einreiht. Gegen Blutauswmf nehme mantäglich 3 Löffel voll von dem frisch ausgepreßten Safteder Wurzel. Einen vorzüglichen Brusttrank für Brust-leidende und Lungenschwindsüchtige bereitet man, wennman 30—50 K von der zerschnittenen und getrocknetenWurzel in 2 Liter Wasser '/2 Stunde lang kocht. BeiVerschleimung der Brust und des Magens trinke mandie oben angeführte Portion tassenweise nach und nachin zwei Tagen. Gegen heftiges Erschrecken im Schlafetrinke man sogleich Cichorienwafser. Gegen Krampf-wehen und krampfhafte Nachwehen trinke man denTee der blauen Blume, welche auf gewöhnliche Weisezubereitet wird. Ein gutes blutreinigendesMittel bereitet man, wenn man je 16 ^ Cichorien-wurzel, Graswurzel und Löwenzahn und 4 g Fenchel-samen zerschneidet, zerqnescht und mit Wasser kocht.
Weißwurz oNvinals
Salomonssiegel.
1. Die gemeine Weißwurz wächst auf Hügeln undBergen, in lichten, trockenen Wäldern Europas undim nördlichen Asien.
Anwendung: Man benutzte früher die Wurzelals ein linderndes, zerteilendes, schleimiges Mitteläußerlich bei Wunden, Quetschungen, Entzündungenund auch als Schminkmittel.