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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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214 Wegtritt Wegwarte.

Wegtritt (I,ariZllillariÄ.)

Blutkraut.

Der Wegtritt kommt in zwei Arten vor, der großeund der kleine, er blüht mit weißen oder fleischfarbigenBlumen. Der kleine Wegtritt ist dem großm ganzgleich, nur daß die Blätter kleiner sind.

Anwendung: Man gebraucht den Wegtrittgegen allerlei Flüsse des Leibes, wie rote Ruhr, Weiber-fluß, Blutspeien und Nasenbluten. Zu diesem Zweckekoche man eine Hand voll Kraut in 1 Liter weißen Wein.

Wegwarte (Liedorium illt^bus Ii.)

Cichorie, Sonnenwirbel, Hindläuse, Hunds-läuse, wilde Endivie.

Die Wegwarte hat eine möhrenartige Wurzel,welche über 1 Fuß lang wird und oft vielköpfn er-scheint. Sie hat feine Längsrunzeln; auf dem Quer-schnitte zeigt sie einen gelben, großen Holzkörper undeine schwammige, gestreifte Rinde, welche bitter undschleimig schmeckt. Der Stengel wird bis 5 Fuß hoch,ist eckig und oft etwas scharf, vielfach verzweigt; die W> rzel-blätter sind schrotsägezähnig, die oberen lanzettförmig.

Anwendung: Die möhrenartig bitter schmeckendeWurzel besitzt stärkende und auflösende Eigenschaftenund leistet daher als Salat bei Leberverstopfungen undverschleimtem Geblüte gute Dienste. Die kandierteWurzel wird bei Kindern gegen Würmer gebraucht,auch ist sie gegen Gelb-, Milch- und Bleichsucht einnicht zu verachtendes Mittel. Ferner gebraucht mandieselbe als auflösendes und verflüssigendes Mittel beiAnschoppungen, Stockungen und Verschleimungen desMagens und Unterleibes, besonders wenn Hämorrhoidenoder langwierige Leber- und Gallenleiden dabei imSpiele sind. Zum Gebrauche nimmt man 3050 Zdieser Wurzel in 1 I Wasser, läßt sodann den Inhalt