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bei Kopfschmerzen; als Kaumittel dienen sie zur Magen-anreizung und als Schutzmittel in ansteckender Atmos-phäre und bei schlechter Witterung durch ihre harn-treibende Wirkung. Der gewöhnlichste Gebrauch ist dieForm des Wacholderbeertees, eines entweder kaltenoder warmen Aufgusses, der als harntreibender Teevolkstümlich geworden ist. Der beliebte Genöver oderGin ist ein Wacholderbranntwein. Im Großherzog-tum Hessen kochen die Landleute aus den Beeren einwohlschmeckendes Mus, auch bereitet man aus denBeeren ein Wacholderbier.
2. Der Sade-Wacholder (^uuipkrus Sabina),Sadebaum, Sevenbaum ist ein in Südeuropaheimischer, bei uns als Ziergewächs gehaltener immer-grüner Strauch oder kleiner Baum. Er hat ausgedrückte,vierreihige, stumpfe, am Rücken drüsig-furchige Blätterund zurückgekrümmte Fruchtzweige und gehört zu dengefährlichsten Giftgewächsen.
Anwendung: Man benutzt vorzugsweise die ober-sten Spitzen der Aeste, welche im frischen Zustande einengewiiczhast scharfen, widrigen Geruch und einen gleichenharzartigen Geschmack haben. Die frischen Triebe, zer-quetscht auf die äußere Haut gebracht, wirken reizend,errötend; innerlich haben sie dieselbe Wirkung, GroßeGaben rufen alle Erscheinungen einer Gedärment-zündung hervor. Ferner haben sie eine ganz beson-dere Beziehung zu den Harn- und weiblichen Ge-schlechtsorganen, indem sie nicht nur die durch Schwächeund Untätigkeit bedingten Störungen des Monats-flusses auszugleichen, sondern selbst den von einem Zu-stande der übergroßen Reizbarkeit begleiteten Monats-fluß zur Norm zurückzuführen vermögen. Daß derGebrauch des Sadebaumes bei einer SchwangerenAbortus herbeiführen kann, ist eine allgemein bekannteTatsache. Weniger verläßlich ist dieses Mittel beichronischem weißen Fluß, krebsartigen Geschwüren der