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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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146 Meerrettich.

sehr zierlich bemalt; die Stengel sind 1^/s Fuß hoch,anfangs dick, später dünn und fädig; die Körbchen klein,blaßgelb. Die Pflanze wächst in Nord-Amerika undblüht im Juni und Juli.

Anwendung: Man gebraucht diese Pflanzegegen den Biß giftiger Schlangen.

3. Das Maner-Mausöhrlein mit fußhohem,meist einblätterigem, oben doldentraubigem Stengel,rauhaarigen, gezähnten, gestielten, herzförmig-eirundenBlättern blüht im Juni und August in ganz Mittel-europa in Wäldern. In der Heilkunde findet diesePflanze keine Verwendung.

4. Gronow 's Mausöhrlein hat einen auf-rechten, nur unten beblätterten Stengel, eine abgebissene,vielfaserige Wurzel, ganzrandige Blätter und kleineblaßgelbe Blütenköpfe; es wächst in Pennfylvanien undVirginien und blüht im Juni und Juli.

Anwendung: Die zerquetschten Blätter ver-treiben die Warzen; die gekaute Wurzel dient gegenZahnschmerzen.

Meerrettich (OoodlöariÄ Ämoraeig, 1^.)

Kreen.

Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Südeuropa,Rußland und der Türkei und wird jetzt überall inGärten kultiviert. Die Wurzel wird roh oder gekochtzu Fleisch, in Fleischbrühen zc. genossen. Sie kommtauch verwildert, aber nicht genießbar, in ganz Europaan Hecken und Gräben vor. Die kultivierte, frischge-riebene Wurzel enthält einen scharfen Saft, dessen Aus-dünstung die Tränen in das Auge treibt, und aufdie Haut gelegt, dieselbe rötet. Der Geschmack istanfangs süßlich, dann aber brennend scharf. DurchTrocknen und Kochen geht der größte Teil dieser Schärfe,die ihren Grund in einem flüchtigen schwefelhaltigenOele (Meerrettichöl) hat, verloren. Außerdem enthält