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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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Mannaesche Manermute. 143

Genuß von 12 bitteren Mandeln kurz vor dem An-falle zeigen sich meist wirksam. Einzelne krampshafieBeschwerden der Brust- und Unterleibsorgane, zumalbei Kindern, werden durch den Genuß von einigenbmeren Mandeln morgens und abends oder durch dasaus ihnen abgezogene Bittermandelwasser gehoben. DasButerinandelwasser wirkt ähnlich wie das Kirschlorbeer-wasser und ist besonders bei krampfhaften Zufällen derKinder sehr zu empfehlen. Neugeborenen gibt manstündlich einen Tropfen, einige Monate alten Kindernzwei Tropfen mit etwas Kamillentee und in Verbin-dung mit Klystieren und warmen Bädern.

Mannaesche (l?rüxiuus oruusEberesche, Blütenesche.

Die Mannaesche ist ein der gewöhnlichen Escheähnlicher Baum, welcher in Süveuropa seine Heimathat. Den aus den Zweigen, welche man verwundet,gewonnenen Sast nennt man Manna.

Anwendung: Das Manna ist ein gelindes Pur-giermittei, es sührt besonders Schleim und wässerigeFeuchtigkeiten aus und ist bei Blustkrankheiten sehrdienlich. Kindern, welche Gichl und Bauchgrimmenhaben, gebe man täglich zwei kleine Löffel voll Manna-sast.

Mauerraute, Raute (Ruw ^r-ivsolsus I.)

1. Die gemeine Raute (Ruw AraveoIenZ), auchWeinraute, Gartenraute genannt, wächst im süd-lichen Europa wild und wird in Deutschland häufigin Gärten und Weinbergen gebaut angetroffen. DieWurzel ist holzig und ästig, der Stengel strauchartig,ausrecht, rund und 2Z Fuß hoch Die Blätter sindabwechselnd, gestielt, doppell gefiedert. Die^Blumenstehen in einer Doldentraube am Ende des Stengels.Die Blumenblätter sind grün-gelb und abstehend. Der