136 Löffelkraut — Lorbeer.
Löffelkraut (Loodlearig oKioinalis I>.)
Scharbockskraut, Löffelkresse.
Das Löffelkraut wächst häufig am Meeresstrandedes nördlichen Europas, auch an sumpfigen Plätzender Schweiz, in Bayern, Oesterreich, Holstein undSchlesien, wird aber auch in Gärten gezogen; es blühtvon Mai bis August. Die Wurzel ist klein undfaserig; der Siengel ist aufrecht, ästig, ausgebreitet,glatt, rötlich und V» bis l'/s Fuß hoch; die Blättersind saftig, glatt und glänzend-grün; die Wurzelblättersind herzförmig, rundlich, stumpf, undeutlich gekerbtund langgestielt. Die Stengelblätter sind stiellos, um-fassend, länglich, stumpf und wenig gezähnt. Die Blütensind weiß und bilden an der Spitze des Stengels undder Aeste lockere Trauben.
Anwendung: Man wendet das Löffelkraut beiSkorbut und ähnlichen Zufällen, gegen Wassersucht,Rheumatismus und chronische Blennorrhöen an. DerSame gibt ein gutes weißes Oel; die Blätter werdenals Salat gegessen.
Den Lösfelkrautgeist bereitet man aus 1 Teilefrischen Löffelkrautes, 2 Teilen verdünnten Weingeistesund ebensoviel Brunnenwasser.
Lorbeer nobilis I.)
Der Lorbeer ist ein Strauch oder ein niedrigerBaum mit steifen, aufrechten Zweigen. Die lederartigen,aromatischen, immergrünen Blätter sind länglich -lanzett-förmig, am Rande verdickt. Die zweihäufigen, gelblich-weißen Blüten haben eine einfache, 4teilige Blütendeckennd stehen in Büscheln in den Blattwinkeln. DieFrucht ist eine bläulich schwarze, eiförmige Beere vonder Größe einer Kirsche. Der Lorbeer findet sich inallen Ländern am mittelländischen Meere und blühtvon Febrnar bis April.