Himbeere. 105
holzig, erreichen eine Höhe von 2 Fuß und tragen obengeährte, goldgelbe Blumen, welche verfliegen, wenn siereif werden. Das Heidnisch-Wundkraut wächst anschattigen Orten und in Wäldern.
Anwendung: Dieses Kraut leistet bei innerlichenund äußerlichen Wunden sehr gute Dienste. Dasdestillierte Wasser dieses Krautes befördert den Harn,führt den Stein aus und ist gut gegen die rote Ruhr,wenn man ca. 100 Z davon trinkt. Auch als Gurgel-wasser leistet es gute Dienste.
Himbeere (Kubus .läiivus 1^.)
Eine Art des Brombeerstrauches, der eine Höhevon 3—6 Fuß erreicht und in ganz Europa in Hecken,Gebüschen und Wäldern vorkommt, sehr häufig auch inGärten gezogen wird. Die Blütezeit ist Mai und Juni.Die Früchte reifen im Juli und August. Der Stengelunterscheidet sich vom Brombeerstrauche dadurch, daß eraufrecht steht, während derjenige des Brombeerstrauchesauf der Erde liegt. Es gibt rote, weiße und gelbeHimbeeren.
Anwendung: Die sehr angenehm riechendenund schmeckenden Früchte werden teils roh gegessen, teilsauch mit Honig oder Zucker eingemacht, auch zu allerleiBackwerk verwendet. Himbeersaft wird bereitet,indem man recht reife Himbeeren durch ein Tuch preßtund dem Safie die gleiche Quantität Zucker zusetzt.Den Zucker läutere man mit ein wenig Wasser undgieße dann den Saft dazu, lasse das Ganze aufkochenund schäume fleißig ab; hat der Saft die Konsistenz desSyrups erreicht, so lasse man ihn erkalten und fülle ihnin Flaschen. Himbeeressig bereitet man folgender-maßen. Man nehme auf 2 Liter zerquetschte Himbeereni« Liter Weinessig und V2 Liter Wasser, presse dies nach24 Stunden aus und lasse es alsdann auskochen. Nachdem Erkalten gieße man das Klare langsam ab, nehme