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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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Feuerschwamm. 83

Alle Teile des Fenchels riechen und schmecken sehr an-genehm aromatisch. Die rübenartige, gelbliche Wurzelist stark. Der 56 Fuß hohe Stengel ist dunkelrat ', dieBlumen sind goldgelb, die Blätter mehrfach gefiedert.

Anwendung: Bei geschwollenen und entzündetenBrüsten siede man die Wurzel ganz weich und lege sielauwarm auf. Wunden und andere offene Schädenwerden durch Auflegen von in Essig gesottenem Fenchelgeheilt. Die Ohrwürmer werden getötet, wenn manFenchelkrautsaft mit Honig vermischt in die Ohrenträufeln läßt. Zur Hitze geneigte Personen sieden denFenchel mit dem Kraute oder nur den Samen alleinund trinken das Wasser. Zar Stärkung des Gesichteskaue man jeden Morgen Fenchelsamen. Das Fenchelöl,welches in dem Fenchelzucker enthalten ist, treibtBlähungen ab. Kopfläuse vertreibt man durch einePomade aus 6 Tropfen Oel mit 30 g Schweinefett ge-mischt.

Feuerschwamm, echter (kohporus kowsntariu3 I..)

Zunder, Wund- und Blutschwamm.

Der Zunder ist hauptsächlich in den WäldernDeutschlands und Böhmens anzutreffen, wo er seitlichan alten Eichen- und Buchenstämmen wächst. Es istein polsterförmiger, dreikantiger Löcherschwamm, welchersich von außen hart anfühlt. Seine Oberhaut ist zuerstfeinfilzig und sieht gelbbraun aus, später wird sie glattund sieht grau aus. Er dauert mehrere Jahre undwird im August und September gesammelt.

Anwendung: Wenn man vom Zunder die Hautund den unteren, aus Röhren bestehenden Teil ent-fernt, sodann das Pilzgeweve in Aschenlauge einweicht,wäscht, trocknet und dann mit einem hölzernen Hainmergehörig klopft, kann man mit demselben, wenn manihn auf Wunden legt, das Blut stillen. Wlll manvon den im Handel befindlichen Feuerschwämmen Exem-

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