82 Feldzypresse — Fenchel.
30 x Süßholz, eine Hand voll getrockneter Gerstewerden in einem irdenen Topfe mit 2 Liter Wassergekocht. Nachdem diese Abkochung erkaltet ist, trinkeman davon tagsüber nach Durst.
Allen, welche an Husten und Lungenkrankheitenleiden, ist der Genuß der Feigen sehr zu empfehlen.
Feldzypresse Cteuorium li.)
Erdkiefer, Erdweihrauch, Schlafkräutlein,Je länger je lieber, Zeitkraut.
Die Feldzypresse findet man auf Stoppelfeldern,sonnigen Halden und Abhängen. Sie hat einen 10—20 ewhohen Stengel, tief dreispaltige Blätter mit sehr dünnenZipfeln. Die kleinen, in den Blattachseln stehendenBlüten sind von gelber Farbe mit dunkler, punktierterUnterlippe. Die Feldzypresse blüt in den MonatenJuni bis August. Sie hat einen eigentümlichen balsa-mischen Geruch und einen bitteren, etwas scharfen Ge-schmack.
Anwendung: Folgende Latwerge: 32 Z Blumenvom Je länger je lieber, Salbeiblätter, Kalmus, vonjedem 1K F, gut durcheinander gemischt und früh undabends ein eine Welschnuß großes Stück gegessen, hilftwider den Schlag, die fallende Sucht, das Zipperleinsowie überhaupt gegen alle Gebrechen des Gehirns. DieBlätter gepulvert, mit Feigen vermischt und gegessenhalfen gegen Verstopfung, mit Honig vermischt und alsPflaster übergelegt, heilen sie Wunden und wehren denum sich fressenden Geschwüren. Gegen die Gelbsuchtnimmt man die Blätter der Feldzypresse 7 Tage nacheinander in Wein. Grün zerstoßen und übergelegt,zerteilen und lindern sie Milchknoten.
Fenchel (?oemeuluw, ot'kvillÄlö ^llioni.)
Der Fenchel wächst im südlichen Europa, er blühtim Juli und August, auch wird er in Gärten kultiviert.