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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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Feigenbaum. 81

den teureren Rhabarber. Auch wendet man 3040 gderRinde in V-Liter Wasser gesotten gegen Hämorrhoiden,Milz- und Leberleiden, sowie Wassersucht und Ver-stopfung an. Gegen Krätze, Grind u. s. w. ist einAbsud ver frischen inneren Rinde ein gutes Wasch-mittel. Auch kann man die frische Rinde mit Essigbefeuchten und auflegen.

Feigenbaum (?i<:ug eariea Ii.)

Der Feigenbaum wächst in Südeuropa, im Orientund in den nördlichen Teilen Afrikas, hauptsächlich inTirol, Italien, Sicilien, wird aber auch häufig in Deutsch-land in Gärten gezogen, er blüht beinahe das gavze Jahrhindurch. Die Früchte reifen im Sommer. Dieser Baumerreicht eins Höhe von 20 Fuß, seine Rinde ist grau undglatt. Die Aeste sind zurückgebogen, die Blätter ab-wechselnd, gestielt, groß, herzförmig, geädert, oben rauhund dunkelgrün, unten seinhaarig. Der Fiuchlbodenist birnenförmig. Der Same ist mit einem Schlauchumgeben.

Der Feigenbaum kommt in mehreren hundertVarietäten vor. Schon seit den ältesten Zeiten sinddie Feigen als erweichende, mild nährende Heilmittelbekannt. Gute Feigen müssen in getrocknetem Zustandeweich, kleberig und hell sein.

Anwendung: In heißer Milch oder Wassererweichte getrocknete Feigen mildern Zahngeschwüre.Gegen Speichelfluß kaue man die Samenkerne der ge-trockneten Feigen. Das Trinken des Saftes der inEssig gekochten Feigen ist gut gegen Husten und treibtden Gries ab. Gegen den Friesel bei Kindern siedetman Feigen und gibt die Brühe warm zu trinken.Die unreifen Früchte werden äußerlich bei Krankheitender Gebärmutter angewendet. Die beste Wirkung leistetnachstehender Trank bei Brustkrankheiten: 3 große Feigen,sog geraspeltes Hirschhorn, 9 Brustbeeren, 3 Datteln,

Anton, «riw>«rarzt, s, Aufl. 6