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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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80 Faulbaum.

graugrün, eckig, saftig, glatt, ästig, gebogen. Die Blättersind gestielt, abwechselnd, vielfach zusammengesetzt, glatt,graugrün. Die Blüten sind traubenförmig. Der Samewird im Frühjahr dünn breitwürfig gesäet und liefertbis zum Juli taugliche Pflanzen.

Anwendung: Das Kraut enthält einen dauer-haften gelben Farbstoff; der Same wird gegenStockungen im Unterleibe und gegen Haulausschlägemit Erfolg angewendet. In mäßigen Gaben beförderter die Verdauung. Siedet man das Kraut und ge-nießt es samt dem Wasser, so treibt es alle Unreinig-keit durch den Harn ab.

Fauldaum (kdawrms tranZulg, 1^.)

Faul», Schieß-, Schwarzholz.

Der Faulbaum ist ein mittelgroßer Strauch mitrutenförmigen, schlanken Zweigen. Die Rinde siehtdunkelbraun aus und ist weiß getüpfelt. Die glatten,ganzrandigen Blätter sind elliptisch geformt. Aus denkleinen, grünlichweißen, in den Blattachseln stehendenBlüten entwickeln sich erbsengroße Beeren, welche zuerstgrün, später rot und zuletzt in reifem Zustande glänzendschwarz gefärbt sind. Der Faulbaum blüht zweimalim Jahre, einmal im Mai und Juni und zum zweiten-mal im August und September. Die Beeren reifenin letzterem Monat und werden im Oktober gesammelt.Die Rinde, welche in der Heilkunde eine nicht unbe-deutende Rolle spielt, sammelt man im Mai und Juni.Sie hat einen süßlich-bitteren, zusammenziehenden Ge-schmack; der Bast ist übelriechend.

Anwendung: Die Faulbaum-Rinde ist offizinellund als Loräsl tranZulÄö in den Apotheken zu haben.Man soll nicht frische Rinde verwenden, da diese Er-brechen erregt, sondern nur alte, zweijährige Rindenehmen. Gegen Fieber, sowie als Wurm- und Ab-führmittel ist sie vorzüglich und ein guter Ersatz für