70 Eibenbaum.
Hautkrankheiten, ebenso als Tee zum täglichen Ge-brauche (daher der Name europäischer Tee) ist er sehr zuempfehlen; als Tee nehme man 30 Z auf 3—4 Tassen.Besonders hervorzuheben ist der frischausgepreßte Saft,von welchem man 2 Löffel voll in Ziegenmilch morgensnüchtern zu trinken gibt; äußerlich wendet man den.Saft bei frischen Wunden, leichten Verbrennungenmittelst Charpie uns Bäuschchen als Umschlag auf folgendeWeise an: Der frisch ausgepreßte Saft (ungefähr Vz ^wird mit ebensoviel gutem Kornbranntwein gemischt,häufig geschüttelt und nach einigen Tagen von demBodensatze abgegossen. Diesen Abguß mischt man alsdannmit einer Komposition aus 250 Z venetianischer Seife,500 Z rektifiziertem Weingeist und 375 ^ Rosenwasser,welche bei gelinder Wärme und unter wiederholtemSchütteln aufgelöst und durch Durchseihen klar gemachtworden ist. 500 Z Alaun in Ehrenpreiswafser, welchesman durch Beizen des Krautes in Wasser und Weinerhält, leistet als Gurgelwasser bei Hals- und Mund-geschwüren vorzügliche Dienste. Trinkt man davonmorgens und abends je 30 g, so stärkt es den Magen,reinigt das Blut und vertreibt den Schwindel. —Ehrenpreis und die Blumen von Himmelbrand, vonjedem eine Hand voll, nedst 4 Z zerstoßenem Anis, in1 Liter Honigwasser oder eingekochtem Birnensaft gesot-ten und täglich zweimal davon getrunken, vertreibt dieHeiserkeit, Eingenommenheit der Brust, langwierigenHusten und macht eine klare Stimme.
Eilicubanm (l^xus.)
Eibe, Taxus, Echenbaum, Chybenbaum,Jf, Jba, Eve.
Der gemeine Eibenbaum wächst in mehreren Ge-genden Deutschlands in dicken finsteren Wäldern undwird in Gärten zu Hecken gezogen; er blüht von Märzbis Mai. Dieser Strauch oder Baum ist oft 25—30