Brunnenkresse. kl
weilen auch mit einem ausgeschweiften Rande versehensein können; außerdem stehen am Grunde oft spitzeOehrchen. Die lockerbliitigen Trugdolden tragen oftviele Blüten mit weißen Blumenblättern und gelbenStaubbeuteln, Die auf langen Stielchen stehendenSchotten werden 1 cm lang, und ihre Samen sindhellbraun. Man findet sie an Bächen, Sümpfen,Teichen :c.
Anwendung: Die Brunnenkresse schmeckt bitter-lich, scharf und ist unter dem Namen Lerba rscellsNasturtü aquatioi auch in anderen Ländern offizinell.Bezüglich ihrer Heilkräfte gleicht sie dem Löffelkraute,nur ist sie minder scharf. Der ausgepreßte Saft (1—2Eßlöffel voll 2—3 mal täglich allein oder mit anderenKräutersäften: Bachbunge, Kerbel, Löwenzahn, Erdrauch,Cichorienwnrzel, auch mit Selterswasser in Frühlings-kuren) wird verordnet bei Skorbut, Wassersucht, Gelb-sucht, Anschwellung der Gekrösdrüsen, chronischen Haut-ausschlägen, Schleimflüssen der Lunge und des Darm-kanals. Ferner treibt der reine Saft Harn, Gries undStein ab und tötet die Eingeweidewürmer; schwangereFrauen dürfen ihn nicht oder nur sehr vorsichtig ge-brauchen. Bei Brandwunden zerquetsche man Brunnen-kresse, Zwiebeln und frische Epheublätter mit einander,röste dieses in frischer, ungesalzener Butter oder Leinöl,drücke das Fett durch ein Tuch und bestreiche damitdie Wunde; das Oel zieht den Brand sofort aus, unddie verletzte Stelle heilt schnell ab. Ein gutes Mittelgegen Lungenkrankheiten besteht darin, daß man vonFebruar an bis Mai morgens nüchtern eine HandvollBrunnenkresse ohne Essig und Salz genießt. Hoffmann'sKräutersaft zur Blutreinigung, namentlich gegen Rheu-matismen, erhält man, wenn man Brunnenkresse, Bach-bunge, Wegwart und Borretsch, von jedem gleich vielnimmt und sie in einem steinernen oder porzellanenenMörser zerstößt und den Saft ausdrückt. Von diesem