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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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62 Bürzel Christopfskraut.

nehme man 3 Eßlöffel voll morgens und steigere dieDosis täglich um 1 Eßlöffel bis zu 8 Löffeln. Beidiesem Quantum bleibe man stehen und fahre damitdrei Wochen oder noch länger fort, wenn man sich vonder Arznei nicht zu sehr angegriffen fühlt. Bei zustarkem Erhitzen der Säfte muß der Patient täglich4 mal 1 Eßlöffel voll Veilchen oder Alteesast in einemGlase Wasser trinken, und darf man mit den Kräuler-lösten erst dann wieder anfangen, wenn die Säfte wiederzur Ruhe gekommen sind. Als harntreibendes Mittelund bei Verstopfung leistet der Sa»t der Brunnenkresseebenfalls gute Dienste.

Bürzel (?ortu1aea.)

Burgel, Portulack, Burzelkraut.

Das Bürzel ist eine einjährige Pflanze mit ästigem,saftigem, meist rötlichem Stengel und länglich runden,am Grunde keilförmigen, fleischigen Blättern, sitzenden,gelben und in den späten Vormittagsstunden sich öff-nenden, am Mittag sich schließenden Blüten. Manfindet es am Meeresstrande, in Gärten verwildert.

Anwendung: Die Pflanz hat einen krautigen,schwach salzigen Geschmack und war früher gegen innereund äußere Entzündungskrankheiten und solche Leiden,die man von einer Schärfe herleitete, namentlich gegenNieren- und Blasenbeschwerden, Augenentzündungen,Verbrennungen :c. sowie gegen den Skorbut im Ge-brauche.

Chnstopfskrant spioatg. I,.)

Das Christopfskraut, welches in Buchenhochwäldern,besonders an den nördlichen Abhängen, wächst, hateinen knolligen ausdauernden Wurzetstock, Der Stengelist schlank, dünn und ästig. Die Blätter sind dreiteilig;die zarte Blütentraube sieht weiß aus und entfaltet sichim Mai und Juni. Die Früchte sind längliche Beerenvon glänzend schwarzer Farbe.