Heilmittel im allgemeinen. 5
mittelfeines und grobes Pulver. Pulver zum inner-lichen Gebrauche müssen sehr fein sein, so daß dieselbenzwischen den Zähnen nicht knirschen.
Außer den ebengenannten gibt es noch folgendeHeilmittelformen, nämlich:
Tropfen, welches Heilmittel sind, die nur ingeringen Gaben, d. h. in abgezählten Tropfen verordnetwerden.
Pinselsaft, so nennt man eine dem Lecksafteähnliche Mischung, nur mit dem Unterschiede, daß der-selbe zum äußerlichen Gebrauche bestimmt ist und mittelsteines Pinsels ober Federbartes auf den leidenden Teilgestrichen wird.
Mund- oder Gurgelwasser wird die zumAusspülen des Mundes oder zum Gurgeln bestimmteFlüssigkeit genannt, die man aus Aufgüssen, Dekokten,destillierten Wässern, Honig und Zuckersäften zusammen-setzt.
Augenwasser dient dazu, mittelst Eintröpfelnoder Kompressen in oder an das Auge gebracht zu
werden.
Einspritzungen nennt man jene Flüssigkeiten,die mittelst Spritzen in den Körper gebracht werden;geschieht die Einführung durch den Mastdarm, so er-halten diese Einspritzungen den Namen Klystiere.
Waschwasser oder Waschmittel heißen die-jenigen flüssigen Heilmittel, mit denen man die äußerenTeile des leidenden Körpers wäscht.
Stuhlzäpfchen heißen cylindrifche oder kegel-förmige weiche Heilmittel, die in den After gestecktwerden, um einen örtlichen Reiz hervorzubringen.
Umschläge dienen unmittelbar oder mittelbar dazu,auf die Haut gebracht zu werden. Es gibt trockeneoder nasse Umschläge, welch' letztere auch Bähungen ge-nannt werden, wenn nämlich die Flüssigkeit zuvor warmgemacht worden ist.