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1 (1907)
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1177
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Fragaria.

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Abgesehen von der Nützlichkeit der Ameisen sind diese Zubereitungen insofern un-zweckmässig, als sie nur in einer bestimmten Jahreszeit angefertigt werden können,ausserdem in ihrem Gehalte schnell zurückgehen. Man ersetzt sie deshalb besser durchweingeistige Auflösungen der Ameisensäure, die sich zu jeder Zeit in beliebiger Stärkedurch Mischen herstellen lassen. Man verwendet sie zu hautreizenden Einreibungen beiGicht, Gliederschwäche, Lähmungen.

Als Ersatz der Bäder dient eine Mischung von Ameisenspiritus und -tinktur ää, vonwelcher man 500 g auf ein Bad nimmt.

Oleum Formicarum. Am eisend 1. 1 Th. frische, zerquetschte Ameisen, 1 Thentwässertes Natriumsulfat, 5 Th. Olivenöl digerirt man bei 60—70° C. 10 Stunden, presstaus und filtrirt.

Spiritus Formicae (Helv.). Spiritus Formicarum destillatus. Ameisen-geist. Esprit de fourmis. 50 Th. frisch gesammelte Ameisen macerirt man 2 Tagemit je 75 Th. Wasser und Weingeist (94proc.), dann werden 100 Th. abdestillirt. Spec.Gew. 0,887—0,889. Mit Wasser ää opalisirend. Scheidet mit Bleiessig Krystallnadeln ab undfärbt Silbernitrat beim Erwärmen dunkel. Da der Gehalt an freier Säure durch Ester-bildung beständig abnimmt, so hält man den Spiritus nur in massigen Mengen vorrätliig.

Spiritus Formicarum (Germ.) s. S. 49.

Tinctura Formicarum (Ergänzb.). Ameisentinktur. Brauner Ameisen-spiritus. Mierenspiritus. Teiniure de fourmis. Tincture of Ants. Aus 2 Th.frischen, zerquetschten Ameisen und 3 Th. Weingeist (87proc.) durch Maceration. Wirddurch Wasser milchig getrübt.

Gattung der Rosaceao — Rosoideae — Fotentilleae — Potentillinae.Fragaria V6SCa L. Erdbeere. Fraisier. Strawberry. Heimisch in einemTheile von Europa und Asien.

Man verwendet:

1) Die Blätter. Folia Frngariae. — Erdbeerblätter. — Feuilles de fraisier.Beschreibung. Sie sind dreizählig, die Blättchen oval, kerbig-gesägt, besonders

anterseits seidenhaarig, sitzend, das mittlere zuweilen gestielt. Die Epidermiszellen derOberseite gradlinig polygonal, ohne Spaltöffnungen, solche nur auf der Unterseite, hierausserdem dickwandige, einzellige Haare, Köpfchenhaare mit wenigzelligem Stiel und ein-zelligem Köpfchen. Zwei Bcihen kurzer Palissaden, Oxalatdrusen in den Palissaden,seltner im Schwammparenchym.

Anivendung. Man verwendet sie hier und da als Theesurrogat. Medicinisch warensie obsolet, sind aber neuerdings in den 'Arzneischatz Pfarrer Kneipp's aufgenommen.

2) Das Rhizom. Radix Fragariac. — Erdbeerwurzel. — Raciue de Fraisier

(GalL).

Beschreibung. Dasselbe bildet cylindrische, etwas gebogene Stücke, die 8—10 cmlang, 1 cm dick sind. Der Bruch ist glatt. Im Holz breite primäre und einreihige sekun-däre Markstrahlen. Im Mark und in der Rinde Drusen von Kalkoxalat.

Verwendung. Man benutzt das im Herbst gesammelte Rhizom seines Gerbstoff-gehaltes wegen als Adstringens.

Ptisana Fragariae. Tisane de fraisier (Gall.). Ist wie Ptisana Dulcamarae,S. 1048, zu bereiten.

Spiritus Formicarum compositus.Ilp. Spiritus Formicarum 98,0Olei TerebinthinaeOlei Lavandulae ää 1,0.

Tinctura Formicarum composita.

Ilp. Spiritus Formicarum 60,0Mixturae olcoso-balsam.Tincturae aromaticae ää20,0.

Fragaria,

Speeles antictericae,Gelbsuchttkee.Kp. Radicis FragariaeRadicis Rubiae

Divide in p. aeq. X.

Rhizom. FilicisCorticis Frangulae ää 40,0Tartari depurati 10,0.