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1 (1907)
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Dita.

punkt 54° C., Siedepunkt 310° C. Es ist eine sekundäre Base, die sich mit Säuren zu losenVerbindungen (Salzen) vereinigt, doch zerfallen diese schon unter dem Einfluss des Wassers.

Prüfung. 0,2 g Diphenylamin gehen mit 2 ccm verdünnter Schwefelsäure (vonca. 16 Proc.) und 20ccm reiner (salpetersäurefreier) Schwefelsäure eine farblose Lösung,die durch eine Spur Salpetersäure prachtvoll blau gefärbt wird.

Anwendung. In der Theerfarbenfabrikation zur Darstellung von Diphenylamin-blau, Anilinblau, Aurantia. In der Analyse als Eeagens auf Salpetersäure.

Diphenylainin-Beagens. Man löst 0,5 g Diphenylamin unter Zusatz von 20 ccmdestillirtem Wasser in 100 ccm konc. salpetersäurefreior Schwefelsäure. Von dieser Lösungbringt man etwa 5 ccm in ein Probirglas und schichtet darauf die zu untersuchende Lö-sung. Bei Gegenwart von Salpetersäure oder salpetriger Säure entsteht an der Berührungs-zone mehr oder weniger intensive Blaufärbung. Die Blaufärbung wird indessen auchhervorgerufen durch: Unterchlorige Säure, Chlorsäure, Chromsäure, Eisenoxydsalze undähnliche oxydirende Agentien.

II. f Thiooxydiphenylaminum. Suifaminoi. C 12 h,(OH)S 2 .nh . Mol. Gew.

= 247. Die Darstellung erfolgt durch Kochen von Metaoxydiphenylamin mit Natron-lauge und Schwefel. Die filtrirte Lösung wird mit Ammoniumchlorid be-handelt, wobei Natriumchlorid in Lösung geht und Suifaminoi, welches mitAmmoniak keine Verbindung eingeht, als gelber Niederschlag ausiällt. Dieserwird mit Wasser gewaschen und getrocknet.

Gelbes, geruch- und geschmackloses Pulver, unlöslich in Wasser, löslichin ätzenden Alkalien, schwieriger in Alkalikarbonaten. Auch von Wein-geist und Essigsäure wird es aufgenommen. Die Lösungen sind gelb ge-färbt. Erhitzt bräunt es sich, wird weich und schmilzt bei etwa 155° C.

Die Anwendung erfolgt als Antisepticum (Jodoform-Ersatz) zu Einblasungen beiKehlkopftuberkulose, zur Trockenbehandlung bei Eiterungen der Kieferhöhle. Als Streu-pulver hei Wunden, Eussgeschwiiren und Decubitus. Innerlich in Gaben von 0,25 vier-mal täglich bei Cystitis.

Einstäuhungen von Suifaminoi haben sich als specifisches Mittel zur Bekämpfungder Faulbrut der Bienen bewährt.

Sulfaminol-Eucalyptol (8 Proc.). Lösung von 8 Th. Suifaminoi in 92 Th. Euca-lyptol. Gebrauch wie Suifaminoi zum Pinseln bei Kohlkopftuberkulose.

Sulfaminol-Guajakol (8 Proc.). Lösung von 8 Th. Suifaminoi in 92 Th. Guajakol.Gebrauch wie Suifaminoi für rhinolaryngologische Zwecke.

Sulfaminol-Kreosot (8 Proc.). Lösung von 8 Th. Suifaminoi in 92 Th. Kreosot.Für rhinolaryngologische Zwecke.

Sulfaminol-Menthol (8 Proc.). Lösung von 8 Th. Suifaminoi in 92 Th. Menthol.Für rhinolaryngologische Zwecke.

III. t Dijodcarbazolum. Dijodcarlmzol. C 12 II 6 J 2 NH. Mol. Gew. = 419. Die

Darstellung erfolgt durch Einwirkung von Jod auf Carbazol (Diphenylimid).

Geruchlose, gelbe Blättchen, unlöslich in Wasser, leicht löslich in Aether, Benzol,Chloroform, heissem Alkohol. Als Antisepticum bez. Jodoformersatz empfohlen.

Dita.

Cortex Dita. Cortex Alstoniae. Ecorce de Dita (Gall.). Ditarinde.Ecorce d'Alstonia. Alstonia Bark. Dita Bark ist die Binde des Stammes der zuden Apocyuaceae Plumieroideae Plumicreae Alstoniinae gehörigen Alstoniascholaris (L.) R. Br. In ganz Indien und von da bis zum tropischen Australien undNeu Guinea wachsender Baum, angeblich auch in Ostafrika.

Beschreibung . Die Rinde bildet flach rinnenförmige Stücke, die bis 1 ,5 cm dick,aussen gelbgrau, mit etwas schwammigem Kork bedeckt, innen braun gestreift sind.Querschnitt röthlich. Der Kork besteht aus wechselnden Lagen dünnwandiger und dick-wandiger Zellen. In der Mittelrinde reichliche Gruppen von Steinzellen, die strecken-

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Suifaminoi(Thiooxy di-phenylamin).