Digitalis.
f Alcoolatura Digitalis. Alcoolature de digitale (Gall.). Aus gleichen Theilenfrischer, zu Beginn der Blüthe gesammelter Fingerhutblätter und Alkohol (90 proc.) durchlOtägige Maceration zu bereiten.
Cigarettes de digitale (Gall.). Wie Cigarettes de stramoine Gall. (S. 1015).
Emplastrum cum extracto Digitalis. Emplätre d'extrait de digitale Gall.;Mittels Extr. digital, alcool. wie Emplastrum cum extracto Conii Gall. (S. 948).
+ Extractum Digitalis. Ergänzb. Fingerh utextrakt. Man bereitet es ausfrischem, zur Blüthezeit gesammeltem Fingerhutkraut wie Extract. Belladonnae Germ.(S. 469). Ausbeute 3 Proe. Grösste Einzelgabe 0,2 g, grösste Tagesgabo 0,6 g (nach Lewin).
Helv. Extr. Digitalis duplex s. siccum 1 ). Trockenes Fingerhutextrakt.Extrait de digitale sec. 200 Tli. Fingerhutblatt (Y) erschöpft man mit q. s. einerMischung von Wasser und Weingeist (94 proc.) ää im Perkolator. 2 ) Man befeuchtet mit100 Th., sammelt zuerst 150 Th., verdunstet den Rest auf 50 Th., vermischt beides, fügtallmählich unter Umschütteln 200 Th. Weingeist zu und giesst nach 48 Stunden klar ab.Den durch gelindes Erwärmen in 40 Th. Wasser gelösten Rückstand fällt man nochmalsmit 120* Th. Weingeist, filtrirt nach 24 Stunden, mischt beide Auszüge und bereitet durchEindampfen mit q. s. Reispulver 100 Th. trockenes Extrakt. Grösste Einzelgabe 0,05 g,grösste Tagesgabe 0,25 g.
U-St. Extract of Digitalis. Aus 1000 g Digitalispulver (No. 60) und q. s.einer Mischung von 600 ccm Weingeist (91 proc.) und 300 ccm Wasser im Verdrängungs-wege. Man befeuchtet mit 400 ccm, sammelt etwa 3000 ccm 2 ), destillirt den Weingeistab und verdampft bei höchstens 50° C. zur Pillenkonsistenz.
Gall. 1) Extrait de digitale (aqueux). Durch Uebergiessen von 1 Th. grobemDigitalispulver mit 6, dann 2 Th. siedendem Wasser, je 12 stündiges Ausziehen und Ein-dampfen der Pressflüssigkeiten zu einem weichen Extrakt.
2) Extrait de digitale (alcoolique). 1000 g mittelfeines Digitalispulver erschöpft 2 )man im Verdrängungswege mit 6000 g Weingeist (60 proc.), destillirt den letzteren ab undverdampft zu einem weichen Extrakt.
Dietebich . Extractum Digitalis solidum. Infusum Digitalis siccum.Fingerhut-Dauerextrakt. Aus feingeschnittenen Blättern wie Extr. Uvae Ursi soli-dum (S. 363) durch 12stündiges Ausziehen.
Die Verwendung dieses Extrakts an Stelle eines frischen Aufgusses wird von derPh. Helvet. ausdrücklich untersagt.
•|" Extractum Digitalis fluidum. Fingerhut-Fluidextrakt. Extrait fluidede digitale.
Helv. 100 Th. Fingerhutblatt (V) befeuchtet man mit einer Mischung von 10 Th.Glycerin, 15 Th. Wasser, 25 Th. Weingeist und erschöpft 2 ) im Perkolator mit q. s. Wasserund Weingeist ää. Man sammelt zuerst 75 Th., verdampft des Rest auf 25 Th. und ver-einigt beide zu 100 Th. Grösste Einzelgabe 0,1 g, grösste Tagesgabe 0,5 g.
U-St. Aus 1000 g Digitalispulver (No. 60) und einer Mischung von 600 ccm Wein-geist (91 proc.) und 300 ccm Wasser im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 400 ccm,sammelt zuerst 850 ccm, dann weiter 1. a. durch Eindampfen des Restes q. s. zu 1000 ccmFluid-Extrakt. Digitalis-Extrakte sind vorsichtig aufzubewahren.
■f Tinctura Digitalis. Fingerhuttinktur. Teinture de digitale. Tinctureof Digitalis. Tincture of Foxglove.
Germ. Aus 5 Th. frischem, zerquetschtem Fingerhutkraut und 6 Th. Weingeist. 8 )Braungrün, wird durch Wasserzusatz trübe (die folgenden nicht!).
Helv. Aus Fingerhutblatt (V) wie Tinct. Belladonnae Helv. (S. 470).
Austr. Aus gepulverten Fingerhutblättern wie Tinct. Aconiti rad. Austr. (S. 155).
Brit. Aus 125 g gepulverten Fingerhutblättern (No. 20) und q. s. Weingeist(60 proc.) bereitet man durch Verdrängung 1000 ccm Tinktur.
U-St. Aus 150 g gepulverten Fingerhutblättern (No. 60) und q. s. verd. Weingeist(41 proc.) wie vorige 1000 ccm Tinktur.
Gall. Aus gepulverten Fingerhutblättern wie Tinct. Cocae Gall. (S. 869).
Aufbewahrung: Vorsichtig und vor Licht geschützt.
Grösste Einzelgabe: Germ. Austr. 1,5 Helv. 1,0 Brit. 0,9.
Grösste Tagesgabe: 5,0 5,0.
Tinctura Digitalis ab oleo et aeido liberata. Um die oft brechen erregen denWirkungen der Digitalis zu beseitigen, wird empfohlen, die zerschnittenen Blätter im Ver-
') Vergl. Fussnote S. 947.
2 ) Vergl. Fussnote S. 925 und oben unter Nachweis der Glukoside.
3 ) U-St. giebt unter Tincturae Herbarum recentium — Tincturos of freshherbes folgende allgemeine Vorschrift für Tinkturen aus frischen Kräutern: 500 g frischesKraut, 1000 ccm Weingeist (91 proc.), durch 14tägige Maceration zu bereiten.
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