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1 (1907)
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1037
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Digitalis.

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f Folia Digitalis (Germ. Helv. Austr.). Digitalis folia (Brit.). Digitalis (U-St.).Herba Digitalis. Fingerliiitblätter. Feuille de digitale (Gall.). Digitalisleaves. Foxglove leaves.

Beschreibung. Die Blätter sind eiförmig-länglich, spitz, die untersten in einenlangen, geflügelten Blattstiel -verschmälert (Fig. 239), die oberen am Stengel kurzgestieltoder sitzend, alle ungleich oder fast doppelt gekerbt mit einem kleinen hellen Drüschenauf der Spitze jedes Zahnes. Länge bis 30 cm, Breite bis 15 cm. Runzelig, oberseits dunkel-grün, flaumig, unterseits, besonders auf den Nerven, deren Netz hier besonders deutlichhervortritt, weichfilzig. In der Kultur geht die Behaarung zurück, und die Pflanze kannfast kahl werden. Die Sekundärnerven gehen vom Primärnerven am Grunde des Blattesunter einem Winkel von 3040°, weiter oben von 4050° ab, zwischen ihnen bilden Nervendritter und vierter Ordnung reichliche Anastomosen und Maschen. Hält man dasBlatt gegen das Licht, so erscheint zwischen diesen immer noch relativ dicken Nervenein zartes Netz feiner durchschimmernder Nerven höherer Ordnung (Fig. 240). DieZellen der Epidermis der Oberseite ziemlich geradlinig polygonal mit schmalen Spalt-öffnungen, die der Unterseite mit buchtigen Wänden und runderen Spaltöffnungen. DieEpidermen (die untere viel reichlicher) tragen bis 6zellige Gliederhaare, deren Basalzelle

Fig. 239.

nicht selten in der Mitte eingezogen ist, und Köpfchenhaare mit ein- oder zweizeiligemKopf. Die Gliederhaare sind etwas warzig. Der Querschnitt zeigt nichts Auffallendes:an der Oberseite eine Reihe ziemlich kurzer Palissaden, die Gefässbündel sind kollateral ohneFaserbelag. Krystalle fehlen dem Blatt (Unterschied von den officinellen Solanaceen-blättern). So leicht das Blatt auch in kleinen Bruchstücken an der starken Behaarungder Unterseite, den hervortretenden stärkeren Nerven, den durchscheinenden feinen Nervenerkannt wird, so sehr fehlt es an charakteristischen Merkmalen, es als Pulver zu erkennen,höchstens kämen Bruchstücke der Haare mit kollabirten Basalzellen in Betracht. Man thutin solchem Falle besser, den Nachweis der Glukoside ins Auge zu fassen.

Bestandtheile. Als die Wirksamkeit bedingend, sind die Glukoside von grössterWichtigkeit, von denen mehrere bekannt sind. Es ist darauf aufmerksam zu machen, dasses noch nicht feststeht, ob die in den Blättern vorkommenden Glukoside identisch sindmit denen der Samen, welche häufig zur Herstellung der officinellen etc. Digitaline ver-wendet werden. Nach K eller sollen in den Blättern vorhanden sein:Digitoxin", derUauptträger der Wirkung, Digitonin und Digitalin, letzterem wurde früher der Haupt-antheil an der Wirkung zugeschrieben, was gegenwärtig aber bezweifelt wird. NachK iliani sollen in den Blättern Digitonin und Digitalin fehlen und der als Digitoninbezeichnete Körper ein Gemenge sein. Dagegen soll sich neben dem Digitoxin noch eindieselbe Reaktion gebendes Glukosid in den Blättern finden, nämlich Digitophyllin. Dajedenfalls der wichtigste Bestandtheil der Blätter das Digitoxin ist, so ist auf dessen Nachweisresp. quantitative Bestimmung grosses Gewicht zu legen, wenn es auch bei der noch nicht sehr