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Erklärung botanischer Kunstausdrücke.
Wasserblüte, falsche — siehe Schwefelregen, Pollenwasserblüte.
Wasserblütler (Hydrophllae) — I/CXLIII.
Wasserdrüsen — = Hydathoden.
Wasserform — III 550, 551 Fig. 687 d, e; V/2 899, 907, 1153; V/3 2531; VI/i 195.
Wasserfrüchtler — I/CLVI; IV/2 891, 982.
Wassergehalt — Differenz zwischen dem Gewicht der Trockensubstanz und dem ursprünglichen Gewichtder Pflanze bezw. der Pflanzenteile.
Wassergewebe — I/XXXVI; II 265; III 255 Fig. 556.
Wasserkapazität — heisst die Fähigkeit des Bodens, Wasser aufzunehmen und kürzere oder längere Zeitfestzuhalten.
Wasserkelch — V/4 2560, 2562, 2614.
Wasserkletten — verschiedene Wasserpflanzen (Zostera, Ruppia) besitzen an den Früchten bezw. SamenKlettorgane, die der epizoischen Verbreitung durch Wassertiere dienen können (siehe auch Anker-kletten).
Wassernäpfe — VI/l 282.
Wasserpflanzen — I/CI; VII Fig. 1144.
Wasserporus — I 121; VI/i 164.
Wasserreiser — brechen aus den Stämmen oder Aesten der Linden, Weiden, Eichen, Ulmen, Obstbäumenusw. hervor und besitzen oft eigenartige (vergrösserte) Laubblätter.
Wasserreservoir — V/i 282, 496.
Wasserschwimmer — freischwimmende Wasserpflanzen.
Wasserspalten (Hydathoden)— I/XCVIII; IV/2 831 h bis k; IV/3 1726; V/3 1721 Fig. 2720b.
Wasserstoff-Ion — ist der positiv geladene Wasserstoffatomkern, ein einfach gebautes und äusserst be-wegliches Ion, das die physiologischen Vorgänge im Pflanzenkörper stark beeinflusst. So sind u. a.die Enzymwirkungen (Diastase, Cytase) von der Wasserstoffionenkonzentration abhängig. Letztere wirdauch zur Charakterisierung der Bodentypen herangezogen.
Wasserstoffionenkonzentrationsgrad — V/3 1618.
Wasserstoff-Zahl und der Wasserstoff-Exponent p H . — Die Wasserstoffzahl gibt die Konzentration,die Menge der Wasserstoffionen und damit auch der Hydroxylionen in wässerigen Lösungen an. Denn,ob diese neutral, sauer oder alkalisch sind, stets hat es H-Ionen und OH-Ionen nebeneinander und sindihre Mengen eng miteinander verknüpft. Während 1 Liter reines neutrales Wasser von beiden Ionen jeio —7 (d. i. 1 : io 7 ) Grammäquivalente enthält (also io —7 • 1,008 g Wasserstoffionen und io — "-17,008 gHydroxylionen), wiegen in den sauren Lösungen die H-Ionen vor (io -6 bis io —x ), während die OH-Ionen zurücktreten (io —8 bis io -14 ). Bei den basischen oder alkalischen Lösungen ist es gerade um-gekehrt. Multiplizieren wir aber die die Wasserstoffionenmenge kennzeichnende Zahl mit der Hydro-xylionenzahl, so erhalten wir nicht nur beim neutralen Wasser, sondern auch bei den sauren und basi-schen Lösungen stets den Wert io —14 (d. i. 1 : lo u ), z. B.: io~ 7 - io -7 = io~ 14 ; io -5 - io —9 = io -u ;io —3 - io -11 = io - ' u ; io~ 1 - io —13 = io -14 . Die Wasserstoffionen- und die Hydroxylionenmengen sindalso zueinander gerade umgekehrt proportional und wenn man daher die Konzentration der einen, wieder Wasserstoffionen, angibt, so ist damit auch die Menge der andern bestimmt. Die negativen Zahlen— 1, —2, bis —13, —14 sind die Logarithmen der Ionenmengen und daher auch der Wasserstoffzahl.Da io —a = 1 : io a ist, schlug Sörensen vor, statt der Wasserstoffzahl selber ihren negativen Logarith-mus, also die positiven Zahlen 1 bis 14, zur Kennzeichnung des Säuregrades, der Azidität, und damitauch der Basizität einer Lösung zu verwenden. Er nannte diese Zahlen die Wasserstoff-Exponentenund bezeichnete sie kurz mit p H , Heute wird aber dieser Sörensensche Exponent von einzelnen Forschernselber als die „Wasserstoffzahl" bezeichnet, so auch von Braun-Blanquet in seiner „Pflanzenso-ziologie". Diese „Wasserstoffzahl", d. h. der Wasserstoff-Exponent, ist also eine Mass- oder Reaktions-zahl, mit welcher der Säuregrad des Erdbodens ausgedrückt werden kann. Denn jedes Bodenwasser be-sitzt ein ihm eigenes p H , seine „Eigenreaktion", die normalerweise durch äussere Einflüsse nicht ver-ändert wird und für die Organismen von grosser Bedeutung ist. (Prof. Robert Huber, Zürich).
Wasserwiesen, submerse (supmersipräta) — werden von makrophytischen, flutenden Wasserpflanzen ge-bildet, deren Laubsprosse sich unter Wasser (z. B. Zostera, Sargassum) oder auf der Wasserober-fläche befinden.
Wasserwiesen — sind Frischwiesen, die stark vom Grundwasser beeinflusst werden.
Wasserwurzler — wurzelnde Wasserpflanzen.
Wasserzuleitung —- I/LV.
Wechselbefruchtung — siehe Dichogamie.
wechselständige Blätter — I/LXXIV.
Wedel — Bezeichnung für Cycas-, Farn- und Palmblätter.
Wegmarkierung — siehe Saftmale.
weibliche Blüten — I/CXXXII; V/i 190 Fig. 1801 f; V/i 203, Fig. 1809c.
Weichbast — I/XLIII.
Weichselzopf — V/2 1453.
Weichstamm — siehe Pisangstauden.