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Erklärung botanischer Kunstausdrücke.
Fig. 1060. a, b Beutelgallen au! Buchenblättern, verursachtdurch die große Buchengallenmücke Mikiola fagi Hartig.c Galle im Längsschnitt mit Larve.
Benthos — Vegetation des Wassers, die am Boden durch Haftorgane, Rhizoiden oder Wurzeln fixiert ist.benzoloide Düfte — gehen von aromatischen Stoffen aus, von Derivaten des Benzols, in welchen der Wasser-stoff des Benzolkernes durch die Aldehydgruppe, Aether- und Estergruppen ersetzt ist (Nelken-, Hya-zinthen-, Waldmeister-, Flieder-, Vanille-, Geissblattduft),bereift (pruinösus) — mit meist leicht abwischbarem Wachs
überzogen. f
Bernstein (Succinit) — ist ein fossiles erhärtetes Harz, JF
das tierische und pflanzliche Einschlüsse enthalten
kann. Der baltische oder Ostsee-Bernstein stammt von jj
Pinus succinifera Conwentz (als Sammelart) der ältesten j
Tertiärzeit und enthält 3 bis 8 0/0 Bernsteinsäure. Jp "
Bernsteinsäure (Aethylenbernsteinsäure C 4 H 6 0 4 ) — ge- ^ ■**T~ f\
hört zu den Dikarbonsäuren und entsteht u. a. als Begleit-produkt "bei der alkoholischen Gärung (V/i 400), so
dass sie sich stets in Bier und Wein vorfindet. ff • i v? >> ^3
Berührungsreiz — siehe Haptotropismus.
Bestäubung — I/CXLI (siehe auch Caprifikation und \ _ V
Bestäubungstropfen — heisst der bei Gymnospermen aus \k
der Mikropyle ausgeschiedene Flüssigkeitstropfen, der
zum Auffangen der Pollenkörner dient. :»)
Bestäubungsvermittler — I/CXVIII. kjjk. \ Ä/
Bestückung -— Bildung von Seitensprossen an den ober- ; r" 1- ejf j tf -jp.~' "*V
irdischen, dem Boden benachbarten Knoten (I 276, B jj « 7j
Beuienbrand (Mais) — siehe Brand (VII Fig. 1068).
Beutelgallen — III 58, 118; VII Fig. 1060. U-jMv jMTi
bewegliche Stärkekörner — siehe Statolithen. C 9f'' J
Bewegung — siehe Mutation. K"' J
Bewegungsstarre — siehe Starrezustand,bewehrt — mit Stacheln oder Dornen versehen,biachsenium — heisst die Frucht bezw. Doppelfrucht vie-ler Rubiaceen.
Biastrepsis — siehe Zwangsdrehung,bibäcca — siehe Doppelbeere (Lonicera-Arten).
Biegungsfestigkeit — I/XXXVIII.
Bienenblumen — I/CXLV.biennis (zweijährig) I/LXVIII.bifazialer Blattbau — I/XCVIII.bifolliculus — siehe Doppelbalg,bikollaterale Leitbündel — I/XLIII.
Bilabiolie — V/4 2263.
Bilabrie — V/4 2263.
Bilanzquotient -— Verhältnis zwischen Wasseraufnahme durchdie Wurzel und Wasserabgabe durch die verdunstenden Teile,bilateral — zweiseitig-symmetrisch.
Bildungsabweichungen — siehe Teratologie, Monstrositäten, Diaphyse, Durchwachsung, Vergrünung, Gal-len, Fasciation, Panaschierung (VII, Fig. 1053, 1061, 1065, 1074, 1076, 1077, 1078, 1091, 1107, 1117,1121, 1125, 11 53, 1154. 114).
Bildungsgewebe (Cambium) — I/LXXXVI, siehe auch Meristeme,bilomentum — Gliederschote.
binäre Bezeichnung — jede Art führt (seit Linn£ bezw. Caspar Bau hin)
einen Artnamen.
Binsenblatt — siehe junkoides Blatt.
Biocoenologie — Lehre von den Organismengesellschaften.
Biologie — im weiteren Sinne Sammelbegriff für die Lebewesen überhaupt; sie umfasst also auch die sämt-lichen Sonderdisziplinen wie Anatomie, Cytologie, Morphologie, Abstammungslehre usw. Neuerdingswird Biologie meist enger gefasst und mit Oekologie identifiziert.
Bionomie — Oekologie auf experimenteller Grundlage.
Bioteknose (endokarpe Keimung) — Keimung innerhalb der Frucht (fälschlich auch als Viviparie be-zeichnet) .
biotische (organogene) Faktoren — Einflüsse der lebenden Umwelt (Pflanzen und Tiere) auf die Vege-tation (Beschattung, Windschutz, Bodenbearbeitung durch Mikroben, Würmer usw., Bodenzersetzungund Stickstoffbildung durch Mikroben, Bestäubungsvermittler, Konkurrenz, zerstörende Schmarotzer).
Fig. 1061. Steinkerne von Juglans regia 'L. (III,7) sind aus 3 Karpellen zusammengesetzt, zeigen3 dorsale Dehiscenznähte und 3 Keimblätter.
2 Namen, den Gattungs- und