30
Erklärung botanischer Kunstausdrücke.
besitzen (z. B. die Ranken von Vitis und Vicia). Siehe homologe ||«
Ananasgallen (Kuckucksgallen) — kommen durch hyperplastische lgij|fu. jL/lj
Veränderung zahlreicher nebeneinanderliegender Organe zustande JaHn
Anaplasten — siehe Leukoplasten.
Anastomose — Verbindung von Blattnerven.
Anatomie — Lehre vom innern Bau der Organismen.
anatrope (umgewendete, gegenläufige) Samenanlage — I/CXXXI.
Ancyluszeit (postglazial) — folgt auf die Yoldiazeit mit subarktischem
Klima. Durch Hebung des Landes wurde der Zugang der Ostsee A y M^^r
zum Weissen Meer unterbrochen; die Ostsee wurde allmählich aus- " V' w// Jttia
gesüsst und zum Ancylussee (benannt nach der Süsswasserschnecke N\
Ancylus lluviätilis Müller). %
Androdioezie — I/CXXXII. '
androdynamisch — VI/2 680.
Androezeum — Gesamtheit der Staubblätter (I/CXXII).
Androezie — heisst das ausschliessliche Vorkommen von männ- u y £-•
lichen Blüten auf demselben Individuum.
Androgynie — männliche und weibliche Blüten befinden sich in einem
und demselben Blütenstand (III 14).
Androgynophor — IV/ 1 490; V/i 490, 658.
Andromonoezie — I/CXXXII; V/2 938.
Androphor — stielartige Verlängerung der Blütenachse zwischen
Blütenhülle und Androezeum (Capparidaceae, Passiflora).anemochor-hydrochore Verbreitung —Früchte bezw. Samen dersel- Fig. 1051. „Ananasgalle" an der Fichte verur-ben Art werden durch den Wind und das Wasser verbreitet (AI. sacht durch Che vK" <Ade ' geS) abietUnus, Eriophorum, Typha).anemochor-myrmekochore Verbrei-tung — Pflanzen sind gleichzeitigan die Verbreitung durch denWind und Ameisen angepasst(Polygala-, Centaurea-, Cirsium-,
Knautia-Arten usw.).
Anemochorie (Windfrüchtler) —
I/CLIII; II 186.
Anemophilae (Anemogamae) Wind-blütler — I/CXLIII.
Angelhaare — IV/3 1617, 1626.
Angelhaken-Typus — IV/2 914.
Angergräser — siehe Hungergräser.
Anisokotylie — Ungleichblätterigkeitder Kotyledonen (V/2 889; VIIFig. 1052).
Anisophyllie — IV/2 545; V/i 261,
265; VI/i 178.
Anisostylie — Ausbildung kurz- undlanggriffeliger Blüten bei der-selben Art bei gleichzeitiger phy-siologischer Wirksamkeit beiderGeschlechter.
Ankerhaare, zweizeilige — siehe Schiff-chenhaare (VI/2 682, Fig. 339).
Ankerkletten — Klettfrüchte, derenankerartige Fortsätze die Früchteim Schlammmboden befestigen(z. B. Trapa). Siehe auch Wasser-kletten. 1Ankömmlinge — siehe Ephemerophy-ten.
Anlaufen der Samen — Samen, dieaufgehen bezw. künstlich zum Kei-men srehrarht werden Fig. 1052. a Strepto carpus Wendlandi (Gestieriaceae) ah Bäispiel liir° ' „Anisokotylie'* (eines der beiden Keimblätter wächst zu einem großen Assimi-Anlockungsantheren — IV/3 113 1 - lationsorgan heran), b Fruchtknoten mit Kelch.