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Erklärung botanischer Kunstausdrücke.
aerobe Atmung (Luft- oder Sauerstoffatmung) — Atmung im engern Sinne, charakterisiert durch die Auf-nahme von molekularem Sauerstoff und Ausscheidung der Endprodukte der physiologischen Verbren-nung (Kohlendioxyd und Wasser).
Aerobionten —Organismen verwerten den freien Sauerstoff der Luft.
Aerokarpie (Luftfrüchtler) — alle Früchte reifen über der Erde (Gegensatz ist Geo- und Amphikarpie,Pseudogeokarpie).
Aerophyten — = Luftpflanzen bezw. Epiphyten (Ueberpflanzen). Die ganze Pflanze befindet sich über
dem Boden oder haftet auf anderen Pflanzen,aestäti fruticeta — siehe Sommergebüsche,aestäti silvae — siehe Sommervvälder.
Aesthesie — Empfindlichkeit oder Sensibilität für ein reizauslösendes Agens.
Aestivale Form bezw. Rasse — frühblühende Rasse saisondimorph gegliederter Arten V/3 1983; VI/i 84.
aestivätio aperta — siehe offene Knospendeckung.
aestivätio contörta — I/CXXXV.
aestivätio imbricäta — I/CXXXV.
aestivätio quincunciälis — I/CXXXV.
aestivätio valväta — I/CXXXV.
Aestivation (Knospendeckung) — I/CXXXV.
aetherische Oele — meist flüssige und farblose, oft stark riechende, in Alkohol und Aether leicht löslicheSubstanzen, deren Fettfleck an der Luft wieder verschwindet. Viele gehören zur aliphatischen Reihe undsind Gemenge von Terpenen, andere enthalten neben den Kohlenwasserstoffen sauerstoffhaltige Körper,wie Aldehyde, Alkohole, Phenole, Ketone, Säuren, Laktone, Ester, seltener auch Schwefel.Aetherisierungsverfahren — siehe Frühtreiben und Bd. V/3 1915.
Aethylalkohol — V/i 414.
Aetiologie (Pathogonie) — Lehre von den Krankheitsursachen.
Affentreppen — IV/3 1120.
Affinität, sexuelle — I/CXLII, CLVIII.
Afterblätter — siehe Nebenblätter.
Agamandroezie — Vorkommen geschlechtsloser und männlicher Blüten auf derselben Pflanze.Agamogynoezie — Vorkommen geschlechtsloser und weiblicher Blüten auf derselben Pflanze (VI/2 689).Agamogynomonoezie — Vorkommen geschlechtsloser, weiblicher und zwitteriger Blüten auf derselben Pflanze.Agamomogonie — ungeschlechtliche Fortpflanzung im allgemeinen.
Agamomonoezie — Vorkommen zwitteriger und geschlechtsloser Blüten auf demselben Individuum
(I/CXXXII; V/2 938).
agamotrope (nichtschlafende) Blüten — Blüten schliessen sich nach dem Aufblühen nicht mehr, sondern
bleiben bis zum Verblühen offen (Pomoideen).aiolostatisch — heissen Pflanzen, wenn sie beim Vorherrschen bestimmter Winde schief wachsen (IV/3 1398).aitionem — siehe paratonisch,aitionom — siehe autonom.
Akarodomatien (Milbenbärte) — von Milben bewohnte Domatien (siehe dort und IV/2 731; V/i 432).Akarophilie — Anpassung von Pflanzen an das Zusammenleben mit Milben (siehe auch Gallen).Akklimatisation — Gewöhnen einer Pflanze an andere klimatische Verhältnisse bezw. an eine abweichende
Jahresperiode, was am besten durch Züchtung aus Samen geschieht.
Akklimatisationsrassen — entstehen durch Züchtung, sind aber nicht erblich und gehen beim Verbringen
in die früheren Verhältnisse wiederum in die Stammform zurück.
Akladium — nicht verzweigtes, köpfchentragendes Ende des Stengels (bei Hieracium). Siehe VI/2 1185.Akrogamie — der Pollenschlauch dringt durch die Spitze der Samenanlage (bei zugewachsener Mikro-pyle) ein.
akropetal (aufsteigend) — I/CXXXVII.
aktinomorphe Blüten — vollkommen strahliger (radiärer, regelmässiger) Bau bei Blüten (I/CXXXIV).akzessorisch — I/LXIX.
akzessorische Arten — machen in einem Pflanzenverein 25 bis 500/0 aus.
älae (lat.) — heissen die zwei seitlichen, flügelartigen Kronblätter der Schmetterlingsblütler (IV/3 1135).albicätio — siehe Panaschierung.
Albinos — heissen abnorm weisse Blütenhüllblätter, Samen (Leucospermie) usw. mit fehlendem Anthocyan
(Pigmentverlust).
Albumen — I/XLVIII.
Aleuronkörner — I/XXII.
Algensymbiose — V/2 895.
Alkaloide — sind heterocyclische, stickstoffhaltige Pflanzenbasen mit ausgesprochen physiologischer Wir-kung. Viele Alkaloide sind Derivate des Pyridins, Tropins, Chinolins, Isochinolins und Xanthins.Alkoholase (Alkoholgärung) — V/i 400.