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7 (1931) Gesamtregister
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Erklärung botanischer Kunstausdrücke.

aerobe Atmung (Luft- oder Sauerstoffatmung) Atmung im engern Sinne, charakterisiert durch die Auf-nahme von molekularem Sauerstoff und Ausscheidung der Endprodukte der physiologischen Verbren-nung (Kohlendioxyd und Wasser).

AerobiontenOrganismen verwerten den freien Sauerstoff der Luft.

Aerokarpie (Luftfrüchtler) alle Früchte reifen über der Erde (Gegensatz ist Geo- und Amphikarpie,Pseudogeokarpie).

Aerophyten = Luftpflanzen bezw. Epiphyten (Ueberpflanzen). Die ganze Pflanze befindet sich über

dem Boden oder haftet auf anderen Pflanzen,aestäti fruticeta siehe Sommergebüsche,aestäti silvae siehe Sommervvälder.

Aesthesie Empfindlichkeit oder Sensibilität für ein reizauslösendes Agens.

Aestivale Form bezw. Rasse frühblühende Rasse saisondimorph gegliederter Arten V/3 1983; VI/i 84.

aestivätio aperta siehe offene Knospendeckung.

aestivätio contörta I/CXXXV.

aestivätio imbricäta I/CXXXV.

aestivätio quincunciälis I/CXXXV.

aestivätio valväta I/CXXXV.

Aestivation (Knospendeckung) I/CXXXV.

aetherische Oele meist flüssige und farblose, oft stark riechende, in Alkohol und Aether leicht löslicheSubstanzen, deren Fettfleck an der Luft wieder verschwindet. Viele gehören zur aliphatischen Reihe undsind Gemenge von Terpenen, andere enthalten neben den Kohlenwasserstoffen sauerstoffhaltige Körper,wie Aldehyde, Alkohole, Phenole, Ketone, Säuren, Laktone, Ester, seltener auch Schwefel.Aetherisierungsverfahren siehe Frühtreiben und Bd. V/3 1915.

Aethylalkohol V/i 414.

Aetiologie (Pathogonie) Lehre von den Krankheitsursachen.

Affentreppen IV/3 1120.

Affinität, sexuelle I/CXLII, CLVIII.

Afterblätter siehe Nebenblätter.

Agamandroezie Vorkommen geschlechtsloser und männlicher Blüten auf derselben Pflanze.Agamogynoezie Vorkommen geschlechtsloser und weiblicher Blüten auf derselben Pflanze (VI/2 689).Agamogynomonoezie Vorkommen geschlechtsloser, weiblicher und zwitteriger Blüten auf derselben Pflanze.Agamomogonie ungeschlechtliche Fortpflanzung im allgemeinen.

Agamomonoezie Vorkommen zwitteriger und geschlechtsloser Blüten auf demselben Individuum

(I/CXXXII; V/2 938).

agamotrope (nichtschlafende) Blüten Blüten schliessen sich nach dem Aufblühen nicht mehr, sondern

bleiben bis zum Verblühen offen (Pomoideen).aiolostatisch heissen Pflanzen, wenn sie beim Vorherrschen bestimmter Winde schief wachsen (IV/3 1398).aitionem siehe paratonisch,aitionom siehe autonom.

Akarodomatien (Milbenbärte) von Milben bewohnte Domatien (siehe dort und IV/2 731; V/i 432).Akarophilie Anpassung von Pflanzen an das Zusammenleben mit Milben (siehe auch Gallen).Akklimatisation Gewöhnen einer Pflanze an andere klimatische Verhältnisse bezw. an eine abweichende

Jahresperiode, was am besten durch Züchtung aus Samen geschieht.

Akklimatisationsrassen entstehen durch Züchtung, sind aber nicht erblich und gehen beim Verbringen

in die früheren Verhältnisse wiederum in die Stammform zurück.

Akladium nicht verzweigtes, köpfchentragendes Ende des Stengels (bei Hieracium). Siehe VI/2 1185.Akrogamie der Pollenschlauch dringt durch die Spitze der Samenanlage (bei zugewachsener Mikro-pyle) ein.

akropetal (aufsteigend) I/CXXXVII.

aktinomorphe Blüten vollkommen strahliger (radiärer, regelmässiger) Bau bei Blüten (I/CXXXIV).akzessorisch I/LXIX.

akzessorische Arten machen in einem Pflanzenverein 25 bis 500/0 aus.

älae (lat.) heissen die zwei seitlichen, flügelartigen Kronblätter der Schmetterlingsblütler (IV/3 1135).albicätio siehe Panaschierung.

Albinos heissen abnorm weisse Blütenhüllblätter, Samen (Leucospermie) usw. mit fehlendem Anthocyan

(Pigmentverlust).

Albumen I/XLVIII.

Aleuronkörner I/XXII.

Algensymbiose V/2 895.

Alkaloide sind heterocyclische, stickstoffhaltige Pflanzenbasen mit ausgesprochen physiologischer Wir-kung. Viele Alkaloide sind Derivate des Pyridins, Tropins, Chinolins, Isochinolins und Xanthins.Alkoholase (Alkoholgärung) V/i 400.