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Eine abgekürzte Therapie : Anleitung zur biochemischen Behandlung der Krankheiten
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Wer die Antlitz-Diagnostik sich zu eigen machen will, schenkeseine bezügliche Aufmerksamkeit zunächst einer Antlitz-Gattung.Das Kochsalz-Gesicht «it venia vsrlxz ist am leichtestenkennen zu lernen. Man präge seinem Gedächtnisse Beschaffenheitund Ausdruck der Gesichter derjenigen Personen ein, welche manmittels Uatrum verhältnismäßig rasch geheilt hat.

Es wird sich, wie man zu sagen pflegt, ein roter Faden durchdie betr. Eindrücke ziehen.

Hat man das Kochsalz-Gesicht kapiert, so gehe man zu einemanderen Natron-Gesichte über.

Es ist selbstverständlich, daß diejenigen Aerzte, welche dieGewohnheit haben, zwei oder gar noch mehr Mittel im raschenWechsel zu geben, die Antlitz-Diagnostik niemals erlernen werden.Die Verabreichung zweier Mittel im Wechsel ist nur ausnahms-weise in den Fällen gestattet, wo sie unvermeidlich ist.

Wer die in Rede stehende Diagnostik sich wird erworbenhaben, wird überzeugt sein, daß sie in therapeutischer Beziehungso beachtenswert ist, wie die Seele des Licentiaten Peter Garciaes in pekuniärer Hinsicht war.

Denen, welche die Möglichkeit einer Antlitz-Diagnostik bezwei-feln, erzähle ich den folgenden Fall:

In einer Universitäts-Klinik war ein Mann gestorben, ohnedaß es dem klinischen Professor und dessen Afsistenz-Aerzten, trotzAnwendung aller diagnostischen Mittel, gelungen war, die Diagnosedes betreffenden Falles zu stellen. Als dem Professor der patho-logischen Anatomie die betr. Leiche überantwortet worden, rief die-ser beim Anblick derselben sofort:Leberkrebs ". Diese D'agnofebestätigte sich bei der Obduktion.

Es ist selbstverständlich, daß man ein Antlitz-Diagnostikernicht werden kann, wenn man neben der Biochemie auch Allotriatreibt, wenn man z. B. nach Verabreichung eines biochemischenMittels elektrisiert, massiert oder in nasse Tücher wickelt oder garmittels des s. g. Lebensweckers die Haut des Patienten prickeltund dann s. g. Mückenfett einreibt. Wird auf solche Weise einPatient gesund, so kann niemand wissen, welchem Verfahren dieHeilung zuzuschreiben ist. Dem Patienten wird es zwar gleich-gültig sein, welchem Verfahren er die Wiedererlangung feiner Ge-sundheit zu verdanken hat; dem Arzt darf es aber nicht gleichgültigfein: er hat aus dem betr. Falle nichts gelernt.