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Die leimgebende Substanz ist für das Bindegewebe, die Kno-chen, die Knorpel nnd die Bänder bestimmt; der Schleiinstoff, derMuskelstoff und der Nervenstoff für die Schleiin-, resp. die Muskel-,die Nerven-, die Gehirn- nnd Nückenmarkszellen; das Keratin fürdie Haare, die Nägel, die Epidermis- uud die Epithelzellen; dasEtastin für das elastische Gewebe. Bei der Spaltung werden Mi-neralstoffe frei. Diese dieneu dazu, Defekte zu decken, welche dieZellen dnrch ihre Funktion oder durch Pathogene Neize erlittenhaben; auch dienen sie, namentlich der phosphorsaure Kalk, zurAnregung der Zellenbildung.
Diejenigen Mineralstoffe hingegen, welche infolge der rück-schreitenden Zellenmetamorphose frei werden, verlassen als Bauschuttauf den Ausscheidungswegen den Organismus'.
Bei der rückschreitenden Metamorphose der Zellen werden dieorganischen Stoffe derselben schließlich in Harnstoff, Kohlensäureund Wasser umgewandelt. Indem diese Endprodukte mit den srei-gewordenen Salzen die Gewebe verlassen, machen sie den, ans einerniedrigeren VerwandlnugSstnse stehenden organischen Stoffen Platz,damit anch diese ihr Endschicksal erreichen.
Die Erzeuguisse der Rückbildung werden mittels der Lymph-gefäße, des Bindegewebes nnd der Venen zur Gallenblase, zu denLungen, zn den Nieren, zu der Harnblase, zu der Haut geschafftund mit Uriu, Schweiß, Fäces :c. aus dem Organismus entfernt.
lieber die Bedeutung des Bindegewebes (Bindestoffes) sprichtMoleschott sich folgendermaßen ans:
„Es gehört zu den schönsten Errungenschasteu der neuerenZeit, zn deren Erwerbung Virchow und von Recklinghansen denWeg gebahnt, daß jener Bindestoff aus der gleichgültige» Neben-rolle, die man ihm anfangs zugewiesen, zu einer nicht geahntenfruchtbaren Tätigkeit erhoben ist. Was früher nur zur Ausfül-lung oder zu schützender Decke bestimmt schien, erscheint uns nunals das Bett der geheimsten Sastströmchen vom Blute zu den Ge-weben und ans diesen zurück in die Blutgefäße, uud zugleich alseine der wichtigsten Brutstellen jnnger Zellen, die aus der unent-wickelten Jugendgestalt zu deu eigenartigsten Gebilden des Körperssich erheben können."
Wenn mittels der Speisen und Getränke, die der Menschgenießt, auf dem Verdauungswege dem Blnte ein Ersatz für dieVerluste geliefert wird, welche es durch Abgabe von Ernährungs-material an die Gewebe erleidet; weuu in den Geweben das Er-nährungsmaterial in erforderlichen Quantitäten nnd an den rich-