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Pharmacopoea homoeopathica polyglotta
Entstehung
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VIII
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VIII Vonvort zur zweiten Auflage der deutschen Ausgabe.

einer Beurtheilung zu unterziehen und hierüber dem Vereine zu referiren.Dieses Comité erstattete nun gestern, in der ersten, nach den Ferien abge-haltenen Fachversammlung des Vereines seinen Bericht, welcher in sinnge-treuer Uebersetzung folgendermassen lautet:

»Die Pharmacopoeahomoeopathicapolyglotta des Dr. Will marSchwabe ist ohnstreitig das beste Werk, welches bisher über homöopathischeArzneibereitung geschrieben wurde. Die Vorzüge, die es vor anderen, eben-falls trefflichen Werken voraus hat, sind:

1) Völlige, auf umfassendem Quellenstudium beruhende und nur selten,und dann entschieden Besserem geopferte Uebereinstimmung mit denvon den Arzneiprüfern für die Bereitung des betreffenden Präparatesaufgestellten Regeln, wodurch allein es möglich ist, ein Präparat zuerlangen, welches jenem, dessen Symptome in den Prüfungen ver-zeichnet sind, am allerähnlichsten ist.

2) Berücksichtigung des Arzneigehaltes des Stammpräparates bei derDecimal- sowohl, als der Centesimalscala.

3) Grösste Vollständigkeit, indem alle, bis jetzt in der Homöopathie an-gewandten Mittel, mit Ausnahme der mit Recht weggelassenen iso-pathischen, darin enthalten sind.

4) Zweckmässige Anordnung des Stoffes, Klarheit und Bündigkeit derVorschriften und Regeln und elegante Ausstattung.

5) Gleichzeitiges Erscheinen in den drei verbreitetsten Sprachen, was fürdie Begründung der Einheit der Homöopathie von grossem Vor-theile ist.

Auf Grund dieses Urtheiles und gestützt durch ähnliche Motive, wie dievon dem homöopathischen Centraivereine Deutschlands angeführten, beantragtedas Comité: Der Verein der homöopathischen Aerzte Ungarn'smöge erklären, dass er die Pharmacopoea homoeopathicapolyglotta des Dr. Willmar Schwabe für vollkommen geeignethalte, die Grundlage einer vollständigen, mit Gesetzeskraftzu versehenden homöopathischen Pharmacopoea zu bilden, unddass er diesesWerk seinerseits auch dem ungarischen Reichs-tag und der Regierung zu diesem Behufe empfehlen werde.

Pest, den 12. October 1872. Dr. A. V. Szontagh,

Sanitätsrath u. Secretar des Vereins der homöo-pathischen Aerzte Ungarns.

Von den vielen Aerzten, welche sich in ähnlicher, lobender Weiseüber das Buch ausgesprochen und grösstenteils dadurch, dass sie dasPreussische Dispensir-Examen bestanden, die Berechtigung zu einem