Druckschrift 
Pharmacopoea homoeopathica polyglotta
Entstehung
Seite
VI
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

vi Vorwort zur zweiten Auflage der deutschen Ausgabe.

neiprüfer einem Mittel seiner Zeit gegeben hat und der selbst wenner nicht ganz correct ist, in die homöopathisch-therapeutischen Werkeübergegangen ist. musste beibehalten werden, wenn nicht Irrungen her-vorgerufen werden sollten. Unter dieser homöopathischen Nomenclaturder betreffenden Mittel befindet sich stets das moderne botanische oderchemische Synonymum, sodass der Pliarmaceut selbst nicht so leichtIrrthümern anheimfallen wird.

Ebensowenig war bei Herausgabe einer homöopathischen Pharma-copöe auf jene sogenannten Verbesserungen in der Zubereitungsweiseder Arzneimittel, wie sie die moderne Pharmacie der Staatsmedicin fürnöthig hält, Rücksicht zu nehmen. Das zu den Arzneiprüfungenam gesunden menschlichen Körper verwandte Praeparatist einzig und allein mustergültig für die homöopathischePharmacie, denn an jene Arzneiprüfungsbilder hält sich der Arzt beider Wahl seines Heilmittels. Eine abweichende Zubereitung giebt inmassiven Dosen oft ganz andere toxische Resultate, und der Arzt dürfte,wenn dieselbe auf die homöopathische Pharmacie übertragen würde,weniger sicher in seinem Thun und Handeln sein. Nur da, wo um-fangreiche Nachprüfungen mit andersartigen Praeparaten von früher nurmangelhaft geprüften Mitteln stattgefunden hatten, war ein Abweichenvon dieser Regel geboten. In Bezug auf längst ausgeprüfte und erprobteMittel musste der stabile Character der homöopathischen Pharmacie imSinne Hahnemann's gewahrt bleiben. Die angebrachten Verbesserungenbeschränken sich daher nur auf Erweiterungen in Bezug auf die Zahlder Mittel, und auf Zusätze, welche ein sorgfältigeres praktisches Handelnfür den Pharmaceuten ermöglichen.

Dass diese Grundsätze die richtigen waren, bewiesen die der erstenAuflage zu Theil gewordenen Anerkennungen, von denen folgende wört-lich anzuführen ich mich für verpflichtet erachte:

Das unterzeichnete Directorium des homöopathischen Central-Vereins Deutschlands beurkundet hierdurch demDr. Willmar Schwabein Leipzig, dass die Mitglieder des gedachten Vereins über das von ihm her-ausgegebene Werk »Pharmacopoea liomoeopathica polyglotta, Leip-zig, 1872,« auf Grund und im Anschluss an die von 48 homöopathischenAerzten über dasselbe abgegebenen Gutachten und in Erwägung,