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Das Mantelrohr, welches die aus der Vorlage kommenden Dämpfeaufnimmt, besitzt an seinem unteren Teile drei nach innen vorspringendeZapfen, um das Kühlrohr in centraler Lage zu halten.
Die aus dem Destillierkolben entweichenden Dämpfe passierenzuerst das innere Kühlrohr, wo sie zum grössten Teile kondensiertwerden, und gelangen von liier aus in die Vorlage. Der Dampf, derdann in der Vorlage noch als solcher vorhanden ist, steigt in denBaum /-wischen innerem Kühler und Mantel, schlägt sich an dem kalten,inneren Kühler nieder und tropft zurück. Bei richtigem Gange derDestillation ist nur das untere Drittel oder höchstens die untere Hälftedes Kühlmantels mit Dämpfen gefüllt, sodass ein Entweichen derDämpfe, was übrigens, wie schon erwähnt, nur durch das kleine Glas-röhrchen möglich wäre, vollständig ausgeschlossen ist.
Um nun die Wirkungsweise des Kühlers zu erproben, habe icheinige vergleichende Versuche mit demselben und mit einem gewöhn-lichen Liebig'schen Kühler von genau den gleichen Dimensionen unterganz gleichen sonstigen Bedingungen angestellt.
Die Länge des inneren Kühlrohres betrug bei beiden Kühlern60 cm, der innere Durchmesser 6 mm. Der vom Kühlwasser bespülteTeil des Kühlrohres war 48 cm lang, woraus sich eine Kühlfläche von90,4 cm 2 berechnet. Zu allen Versuchen wurde natürlich derselbeDestillationskolben und dieselbe Vorlage benutzt.
Es wurden nun Destillationen ausgeführt, bei denen jedesmal 200grm Aether in eine tarierte Vorlage abdestilliert wurden und welcheso geleitet wurden, dass bei den Vergleichs versuchen eine genau gleicheZeit erforderlich war vom Beginn bis zum Ende des Versuches, d. h.bis grade der letzte Tropfen Aether im Destillationsgefäss verdampftwar. Die grössten Differenzen, die hierbei auftraten, betrugen zehnSekunden. Der Apparat wurde darauf nach zwei Minuten auseinandergenommen, nachdem aller noch im Kühler befindliche Aether in dieVorlage getropft war, Vorlage und Destillationskolben sofort mit Korkenverschlossen, unter der Wasserleitung gekühlt, abgetrocknet und ge-wogen.
Hierbei zeigte es sich, dass im Destillationskolben stets ziemlichgenau 2 grm (1,9—2,2) Aether in Dampfform zurückblieben, die sichnatürlich beim Abkühlen wieder verdichteten.