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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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sein, dass die Flüssigkeitsschichten in einer Minute sich scharf trennen.Aus demselben Grunde muss man auch zum Ausschütteln der Chloro-formätherlösung. kein Wasser, sondern Kochsalzlösung benutzen, dasonst eine milchige Trübung im Chloroformäther entsteht, die sich erstdurch stundenlanges Nachbehandeln mit Gips wieder entfernen lässt.

Beim Titrieren der Lösung des Alkalo'ids in Chloroformäthersetze ich ebenfalls nicht wie sonst 50 cm 3 reines Wasser zu, sondern1015 cm 3 \()% ige Kochsalzlösung. Nimmt man hierzu concentrierteKochsalzlösung, so wird durch die sehr hohe Concentration der Chlor-Jonen die Dissociation des Jodeosins derartig herabgedrückt, dass beiGegenwart von nur wenig Alkaloid Farblosigkeit der wässrigen Schichteintreten kann.

Will man in Tinkturen mit höherem Alkoholgehalt als 45 % dieAlkalo'ide bestimmen, so muss vorher soviel Wasser zugesetzt werdendass eine Alkoholstärke von 4050 % resultiert. Bei den homöo-pathischen Tinkturen, die ja mit 90 % ig ein Alkohol bereitet werden,verfahre ich in der Weise, dass ich 10 cm 3 Tinktur mit 10 cm 3 Wasseroder, bei Verwendung von Chloroformäther zum Ausschütteln, 10 cm 315 % iger Kochsalzlösung vermische und die trübe Flüssigkeit mitAether resp. Chloroformäther, wie oben angegeben, behandele.

Enthalten die Tinkturen Chlorophyll oder Fett, so müssen sieerst von diesen Stoffen befreit werden, da man sonst falsche Resultateerhält. Ein Teil des Chlorophylls resp. der Fettsäuren verseift sichnämlich in ätherisch-spirituöser Lösung mit dem Alkali und geht mitin die ätherische Lösung über. Da nun das Cyanophyll resp. die Fett-säuren schwächere Säuren als das Jodeosin sind, so reagieren ihreSalze alkalisch gegen diesen Indikator und man erhält infolgedessenzu hohe Besultate. Man mischt daher gleiche Teile Tinktur undWasser, das mit einigen Tropfen Schwefelsäure angesäuert ist, schütteltmit etwas Talkum während einiger Stunden öfters um und filtriertnach dem Absetzen und Klären vom Bodensatz ab. Von dem klarenFiltrat werden alsdann 25 grm (nicht cm 3 wegen der Volumänderungdes Gemisches von Alkohol und Wasser) in der beschriebenen Weisezur Bestimmung des Alkalo'idgehalts verwandt, nachdem man nötigen-falls die letzten Fettspuren durch einmaliges Ausschütteln der saurenFlüssigkeit mit dem gleichen Volumen Petroläther entfernt hat.