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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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Die Titration der Alkalo'ide in dieser Flüssigkeit geschieht als-dann nach Zusatz von drei Tropfen alkoholischer Jodeosinlösung-(1:250) mit Vioo -Normal-Säure in der von Partheil angegebenen, be-kannten Weise.

Diese Bestimmungsmethode unterscheidet sich dadurch von allenanderen Methoden, dass bei ihr jede Erhitzung vermieden wird. Eswird dadurch ein Verlust durch Zersetzung sowohl beim Eindampfender ursprünglichen Tinktur, als auch beim Verdunsten der ätherischenLösung des freien Alkalo'ids vermieden, welch letztere Operation beiAnwendung von Ammoniak zum Freimachen des Alkalo'ids nicht zuumgehen ist.

Es darf nun wohl auch der letztere Umstand als ein grosserVorteil angesehen werden, da einerseits die flüchtigen Alkalo'ide wieConiin und Nikotin bereits beim Eindampfen ihrer ätherischen Lösungeine teilweise Verdampfung erleiden, worauf namentlich Liljenström 1 )hingewiesen hat, da es andererseits aber auch für andere Alkalo'idedurch Dieterich 2 ) ziffernmässig bewiesen ist, dass sie sich beim Ein-dampfen ihrer ätherischen Lösungen sehr leicht zersetzen, wenn man dieseOperation nicht bei niederer Temperatur und sehr vorsichtig ausführt.

Die Methode lässt sich in der eben beschriebenen Weise natürlichnur für in Aether leicht lösliche Alkalo'ide anwenden. Will man inAether schwer-, dagegen in Chloroform leichtlösliche Alkalo'ide, wieStrychnin, Veratrumalkaloide etc. bestimmen, so verfährt man folgender-massen:

25 ein 3 der Essenz (die ca. 45 % Alkohol enthalten muss) werdenmit 30 cm 3 einer Mischung von 1 Teil Chloroform mit 2 Teilen Aetherfünf Minuten lang geschüttelt, die Chloroformätherlösung mit 3 cm 320Xig er Kochsalzlösung gewaschen und diese Operation mit je 15 cm 3Chloroformäther und 1,5 cm 3 Kochsalzlösung in der schon oben be-schriebenen Weise noch zweimal wiederholt.

Sollte die Trennung des Chloroformäthers von der wässrigenExtraktschicht bei der ersten Ausschtittelung nicht glatt erfolgen, sosetzt mau zweckmässig 23 grm Kochsalz zu und kann dann sicher

') Pharm. Zeit. 1893, p. 777 u. 1894, p. 56.

2 ) Erstes Deeeimium d. llelfeub. Anual., p. 2ti0 u. 261.